04.09.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Veröffentlichungen

von Redaktion OnetzProfil

Im "Türmer" und der "Pirsch"

Oberviechtach. (ptr) Schon in jungen Jahren ging Richard Finke in den Wäldern Niederschlesiens auf Motivsuche. Zeichnungen und Ölgemälde wurden im "Kunstblatt der Jugend", in den "Ostdeutschen Monatsheften", im "Der Schlesier" und in der Literaturzeitschrift "Der Türmer" veröffentlicht. Jagdmotive wurden von der "Deutschen Jägerzeitung", von "Wild und Hund" sowie in der "Pirsch" gedruckt.

Die zahlreichen Schöpfungen Richard Finkes als Kunstmaler, Schriftsteller und Tierforscher, die in Jahrzehnten die interessierte Öffentlichkeit begeistert haben, würden bei einer Aufzählung den Rahmen sprengen. Doch ohne seine verständnisvolle und ausgleichende Ehefrau Karin hätte er seine künstlerischen und wissenschaftlichen Arbeiten niemals schaffen können. Und so erinnert er sich noch, als er, nach Heimkehr aus der sowjetischen Lagergefangenschaft die zwei Portraits von Karin schuf.

"Es war am Nachmittag des 12. Juli 1950. Nach der Rückkehr eines weiten Spaziergangs am Abend fand der wunderschöne Verlobungstag seinen würdigen Abschluss in der Pölsfelder Kirche". Richard Finke spielte seiner Karin auf der Orgel vor, dann traten sie vor den Altar und gaben sich die Hände für's Leben. Im Zimmer der Mutter im Pfarrhaus Obersdorf zeichnete er seine damals 22-jährige Braut "on face" und "halbprofil". "Wir hätten bei dem großen Altersunterschied von fast 20 Jahren niemals zu denken, geschweige zu hoffen gewagt, über die goldene Hochzeit hinaus eine so glückliche Ehe führen zu dürfen", betont Richard Finke und drückt den Arm seiner Liebsten.

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