Viele Gäste beim Maibaum-Aufstellen im Bollwein-Anwesen - Premiere für Hexen-Stück
Wilde Wesen vertreiben den Winter

"Walpurgis im Regental", das Stück vom Austreiben des Winters und der Sieg des Frühjahrs, bezauberte das Publikum mit der Darstellung und der hohen Symbolkraft.

Der Tradition verbunden sehen sich die Maibaumfreunde Bergham, die am Abend zur Walpurgisnacht im Anwesen Bollwein wieder einen Maibaum aufgestellt hatten. Das Schauspiel wollten sich Gäste aus nah und fern nicht entgehen lassen. Zumal die Hexen ihren Auftritt hatten.

Die Wartezeit verkürzten sich die Gäste bei einer zünftigen Brotzeit, bis die Feuerwehr Bergham den Weg freimachte für den Traktor, der den Baum auf einem Hänger transportierte. Der Spielmannszug führte den langen Zug an und unterhielt die Gäste musikalisch.

Das Brauchtum verlangt, dass der Maibaum samt mit bunten Bändern geschmückter Krone ohne Zuhilfenahme von Maschinen in die Höhe gestemmt wird. "Muskelschmalz" war also gefragt. Mit den sogenannten "Schwalben" wurde der Baum Stück für Stück in die Höhe gebracht und sichert. Karl-Heinz Stich, Vorsitzender der Feuerwehr Bergham, freute sich über die vielen Gäste. Stattliche 27,5 Meter Länge weist der Maibaum auf, etwa zwei Meter davon verschwinden zur Verankerung im Erdreich.

Sauber in die Höhe

Stich würdigte den Einsatz von Rudolf Wolf als "Maibaummeister", der den Baum mit den weiteren Maibaumfreunden sauber in die Höhe gebracht hatte. Sicherheit bei diesem Ereignis genießt Vorrang, die Schaulustigen mussten hinter der Absperrung bleiben.
Bürgermeister Karl Bley erinnerte daran, dass vor 62 Jahren an dieser Stelle das erste Mal der Maibaum aufgestellt wurde. Sein Dank galt den Maibaumfreunden, der Feuerwehr Bergham, dem Spielmannszug und dem Theater- und Festspielverein mit seinen Akteuren, die im Anschluss das neue Stück "Walpurgis im Regental" aus der Feder von Franz Joseph Vohburger aufführten. Mit Spannung wurde diese Premiere erwartet. "Es ist ein Stück von Kindern für Kinder", erläuterte Vohburger. Es spiele in einer weit zurückliegenden Zeit, als die Menschen noch an Hexen und Dämonen glaubten.

"Der April macht was er will", genau dieses Wechselspiel von Schnee, Sonne und Regen findet sich im Stück wieder. Der Frühling drängt mit aller Macht buchstäblich ans Licht. Doch kampflos räumte der Winter das Feld nicht. Eisiger Frost, Wind, Dunkelheit, Regen, Eis und Schnee versuchten das aufkeimende Grün zu zerstören.

Der Nachwuchs

Gestalten, wild anzuschauen und kampfbereit, gelang es nach mehreren Anläufen die Begleiterscheinungen des Winters endgültig zu vertreiben, so dass die Blumen endlich ungehindert ihre Pracht entfalten konnten. Mit viel wohlverdienten Applaus wurde die Nachwuchstruppe des Theater- und Festspielvereins bedacht. Danach wurde noch kräftig bis in den ersten Mai hineingefeiert.
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