26.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Vorsicht, Gefahr!

von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Die ganze Pflanze des Heracleums, besonders der Saft, enthält phototoxisch wirkende Furanocumarine: Das heißt, bei Berührung und Sonneneinstrahlung können sich nach 24 bis 48 Stunden schwere Hautentzündungen mit starker Blasenbildung entwickeln.

Die Hautveränderungen gleichen Verbrennungen dritten Grades und führen gelegentlich zu mehrwöchigen Klinikaufenthalten. Sie heilen nur langsam ab und hinterlassen unschöne narbenähnliche, strichförmige Hyperpigmentierungen.

Dabei kann der Pflanzensaft auch ohne direkte Berührung der Pflanze auf die Haut gelangen, wenn er etwa durch Rasenmäher verspritzt wird.

Selbst Bekleidung bietet keinen vollständigen Schutz. Häufig sind auch Kinder betroffen, die die kräftigen hohlen Stängel beim Spielen unwissentlich etwa als Blas- oder Fernrohr benutzen wie ähnliche andere, ungefährliche Pflanzen.

Bei jeder Arbeit in Bärenklau-Beständen ist vollständige Schutzkleidung zu tragen. Wenn Pflanzensaft auf die Haut gelangt, sofort mit reichlich Wasser spülen. Bei stärkeren Symptomen ist ein Arzt oder Krankenhaus aufzusuchen.

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