Vorsitzende des Gartenbauvereins Sollbach lässt sich zu neuer Amtszeit überreden
Michaela Meier bleibt an der Spitze

Michaela Meier (vorne, Mitte) bleibt nun doch Vorsitzende des Gartenbauvereins Sollbach. Die Aufgaben im Vorstand wurden neu verteilt. Bild: hbr

Beim GOV Sollbach konnte eine ernsthafte Vereinskrise gerade nochmal abgewendet werden. Die bisherige Vorsitzende Michaela Meier ließ sich nach der Zusage einer Umstrukturierung im Verein, zu einer weiteren Amtsperiode "überreden". Kreisfachberaterin Heidi Schmid gab in ihrem Fachvortrag wertvolle Tipps zum "erfolgreichen Gemüseanbau im Hausgarten".

Der "Schächerer-Saal" war am Freitagabend sehr gut besetzt, als GOV-Vorsitzende Michaela Meier die Jahreshauptversammlung eröffnete. Unter den über 30 Gartlern war eine gewisse Spannung zu spüren, da der Ausgang der Vollversammlung im Ungewissen lag. Schon im Vorfeld hatte sich Michaela Meier gegen eine weitere Kandidatur bei den anstehenden Neuwahlen aus zeitlichen Gründen ausgesprochen.

Kein Interessent

Die Sollbacher "Dorfpost" hatte zudem zu vermelden, dass sich trotz aller Bemühungen im Vorfeld kein Interessent an diesem vakanten Posten fand. Nach ihrem Bericht über die Aktivitäten im Verein, bei denen sie neben den vielen gesellschaftlichen Ereignissen ganz besonders näher auf die diversen Arbeitseinsätze im Ortsbereich einging, sprach sie ihren Vorstandsmitgliedern für die gute Unterstützung während ihrer vierjährigen Amtszeit ganz besonderen Dank aus. Diese richtete sie auch an Kreisfachberaterin Heidi Schmid und ihre Brucker "Kollegin" Agnes Feuerer, die ihr beide, gerade in den Anfangszeiten, mit Rat und Tat zur Seite standen. Den aktuellen Mitgliederstand gab sie mit 103 an.
Bürgermeister Hans Frankl zeigte sich in seinem Grußwort beeindruckt, von den vielen Aktivitäten im Verein und bedankte sich außerordentlich für die Pflege der öffentlichen Grünflächen. Den Gartlern sei allerorts die "Gier nach Garten" direkt anzusehen, so der Sprecher und verwies auf die letzten Monate, die die wenigsten Sonnenstunden zu bieten hatten, seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland. Als Beitrag der Marktgemeinde für die Gestaltung des Brucker Ortsteils kündigte er die Pflasterung der Bushaltestelle an. Nach dem Kassenbericht von Wolfgang Schwarzfischer und dessen Entlastung stand man vor der Neuwahl des Vorstands. Michaela Meier legte ihre Beweggründe noch einmal dar und verwies darauf, dass die umfangreiche Arbeit aus familiären und beruflichen Gründen nicht mehr schultern könne und deshalb nicht mehr kandidieren würde.

Wahlvorstand Hans Frankl redete mit "Engelszungen" auf die Anwesenden ein, er erntete nur "dankendes Abwinken". Nachdem nochmals eingehend mit Michaela Meier gesprochen wurde und sich Kassier Wolfgang Schwarzfischer bereit erklärte, das ebenfalls vakante Amt des zweiten Vorsitzenden zu übernehmen und Michaela Meier sämtliche gesellschaftlichen Termine abzunehmen, kam Bewegung in die Runde.

Neue Aufgabenfelder

Nach einigen, kleinen "Postenwechseln" erklärte sich die bisherige Vorsitzende zu einer weiteren Amtsperiode bereit. Sie wird in Zukunft jedoch nur noch für die gartenfachlichen Belange im Verein zuständig sein. Als Stellvertreter steht ihr ab sofort Wolfgang Schwarzfischer zur Seite. Die Kasse übernimmt jetzt Monika Schächerer, der Schriftverkehr obliegt weiterhin Marion Schindler. Als Beisitzer vervollständigen Nadine Faltermeier, Max Gruber und Heidi Schächerer das Gremium. Peter Sachs kümmert sich wie bisher um die Gerätschaften des Vereins. Die Kasse wird von Sepp Meier und Sepp Jakob geprüft. Die ersten Strukturänderungen wurden bereits umgesetzt, in dem man festlegte, keine Herbstversammlung mehr abzuhalten und lediglich im Frühjahr in der Jahreshauptversammlung die vereinsrelevanten Ereignisse zu besprechen.

Kreisberaterin Heidi Schmid stellte in ihren Fachvortrag "Erfolgreicher Gemüseanbau im Hausgarten" fest, dass immer mehr Menschen zum Anbau eigenen Gemüsegraten zurückkehren würden. Eine gesunde Ernährung und hochwertige Lebensmittel seien die vorwiegenden Gründe dafür, erklärte die Fachfrau. Zur Gestaltung des Gemüsegartens meinte sie, dass dieser nicht eintönig sein müsse, sondern eine bunte Mischung sei ästhetisch ansprechend, abwechslungsreich und von hohem ökologischem Wert. Gerade eine Kombination mit Zierpflanzen gebe eine besondere Note, meinte sie.
Wichtig sei eine genaue Planung, in der man festlegt, wie viel Zeit man investieren wolle und wie viel Gemüse eigentlich verbraucht wird. Weiter ging sie auf das Pikieren, den Sinn oder Unsinn des Umgrabens, den Nutzen von Mischkulturen und die Vorteile eines Hochbeetes ein. In einer Bilderschau gab sie den Anwesenden einen Einblick in die "Paradebeispiele" eines Gemüsegartens und somit wertvolle Tipps für die anstehende Gemüsesaison.
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