Während im Spiel "Brügge" Handel und Kultur blühen, bringt "La Boca" sogar Architekten ins ...
Wo gebaut wird, lass dich ruhig nieder

In der belgischen Hansestadt Brügge blühen im 15. Jahrhundert Kultur und Handel. Sie machen die ehemalige Römersiedlung zu einer der wohlhabendsten Metropolen Europas. Wer in den engen Gassen des mittelalterlichen Stadtkerns richtig taktiert, seine Beziehungen zu den Mächtigen der Stadt gekonnt pflegt, wem Einfluss wichtiger ist als Redlichkeit, der kann auch im heutigen "Brügge" des Spieleautors Stefan Feld schnell alle sozialen Hürden überspringen.

Das neue Spiel aus den Verlag Hans im Glück setzt genau auf das, was einst nicht nur die Bürger Brügges antrieb, sondern jetzt auch die bis zu vier Spieler: Jeder möchte schnellstens nach oben und sich dabei ein möglichst großes Stück vom Kuchen abschneiden. Es ist ein umfangreiches Werk, das da auf dem großen Stadtplan seinen Lauf nimmt. Über 160 verschiedene Personenkarten - vom Bettler bis zum König, von der Nonne bis zum Inquisitor - aus zehn unterschiedlichen Gruppen - von Adel bis Handel und von Klerus bis Kunst - sind hier miteinander verbunden. Kein Wunder, wenn da erst einmal der Überblick verloren geht. Nichtsdestotrotz ist das Spiel auch für Einsteiger erlernbar, die beiden Übersichtskarten für jeden der zwei bis vier Beteiligten erleichtern den Start ungemein.

60 Minuten beschäftigt

Der Ablauf funktioniert reibungslos, die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten und Angst gibt es nur in einem Punkt: dass "Brügge" gleich wieder zu Ende sein könnte. Aber keine Sorge: Rund 60 Minuten ist man gut beschäftigt.

Ums Bauen geht es auch bei "La Boca" von Kosmos. In wechselnden Teams müssen jeweils zwei Spieler eine Aufgabe erfüllen. Aber jeder sieht nur die eine nachzubauende Seite der Medaille. Da muss man sich gut absprechen: "Brauchst Du das gelbe Teil?" "Nein, ich brauche Blau für die zweite Etage!" Solche Sätze hört man beim Lösen der kniffligen Aufgaben schon öfter.

Hinzu kommt der Wettlauf gegen die Zeit. Ein elektronischer Timer sorgt für Architekten-Stress. Neben der Tatsache, dass die bunt bemalten Bauteile einfach klasse aussehen, ist es wichtig, den richtigen Teampartner an seiner Seite zu haben! (gük)
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