15.01.2008 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Wahlkampfauftakt der Christlichen Umland Union - Sechs Ziele für sechs Jahre "Lebensqualität verbessern"

von Autor SWTProfil

Kritische Worte von den Bürger aus Ranzenthal, Mühldorf, Leiten, Ligenz und Hagenohe musste sich die CUU (Christliche Umland Union) bei ihrer Auftaktwahlveranstaltung am Sonntagabend anhören. "Ich habe den Eindruck, ihr steht drei Monate vor der Wahl auf und mit dem Wahltag verschwindet ihr wieder," war einer der schärfsten Vorwürfe, den sich die versammelten Kandidaten in der proppenvollen Gaststube beim "Speckner" bei der Diskussion gefallen lassen mussten.

Wegebau ein Thema

Zu wenig Information und Kommunikation bemängelte etwa Georg Rupprecht, der konkret bei der Frage nach einem Gastkindergartenantrag in der Vergangenheit die Hilfe der CUU gewollt hätte. Auch die Verantwortung der Stadt bei der Behandlung des Wegebaus brannte den Landwirten auf den Nägeln.

Um diese und andere Probleme, die das Umland betreffen, möchten sich die Kandidaten der CUU-Stadtratsliste bemühen. Unter ihrem Leitwort:" Verbesserung der Lebensqualität der Bevölkerung durch verantwortungsvolle Mitarbeit in den Gremien in Stadt und Land" hat sich die CUU zum Ziel gesetzt, dem Umland wieder mehr Gewicht zu verschaffen, wie Vorsitzender Hans Kaiser der Versammlung als Ziel vorstellte.
Er und die anderen Kandidaten stellten sich dann vor und warben dafür, "im Umland was bewegen zu wollen. Sechs Ziele für sechs Jahre hat sich die Liste gesetzt, die aus Bewerbern aus den Umlanddörfern besteht und damit doppelt so viele Umlandkandidaten hat, wie alle anderen Listen zusammen, so Bürgermeisterkandidat Herbert Appl (CSU), der sich ebenso kurz vorstellte.

Die Ziele erläuterten im einzelnen Hans Kaiser, der sich dafür aussprach, die Kommune wieder mehr als Dienstleister in den Mittelpunkt zu rücken. Mehr Bürgerversammlungen, Stadtratstouren durch die Gemeinde, bessere Öffnungszeiten des Rathauses und Stadtratergebnisse für alle Bürger in einem Infobrief waren seine Vorschläge.

Josef Lehner sprach den Bereich Wegebau, Ausbau der Gemeindestraßen und die Erschließung neuer Baugebiete, etwa in Ranna an. Dabei erfuhren die Teilnehmer von Helmut Haberberger, dem Stadtrat der CUU, das der Ausbau der Staatsstraße von Ranzenthal nach Hagenohe in den nächsten Monaten begonnen werde. Den Punkt Soziales erläuterte Maria Regn aus Michelfeld. Die Bäuerin möchte gerne ein soziales Netzwerk für Senioren und Jugendliche schaffen. Siegfried Neukam sprach zum Punkt Wirtschaft: Energiekonzepte für Landwirte, die bessere Vermarktung deren Erzeugnisse, der Zusammenhang von Handel, Handwerk und Landwirtschaft und das Miteinander in der Wirtschaft waren Schwerpunkte.

Kultur fördern

"Wir hatten in den 80er Jahren 1700 Arbeitsplätze im Handel, das waren genauso viel wie bei Cherry." Er will wieder in diese Richtung gelangen. Hier warf Helmut Haberberger ein, dass Auerbach derzeit mehr Ein- als Auspendler habe und auch das Engagement in der Zukunftsagentur Plus positiv zu bewerten sei. Für den Bereich Tourismus erwartet sich die CUU die Förderung der Kultur.

So seien Bergwerksmuseum Maffei, Asamkirche oder Maximiliansgrotte, aber auch Veranstaltungen wie Maffeispiele, Bergwerksweihnacht oder die Kirwan nutzbringend für den Tourismus und müssten gefördert werden, so Alexander Kroher.

Schulstandortsicherung, Krankenhaus, Polizei und die Feuerwehren, sind unabdingbar für eine die Infrastruktur, so Josef Lederer über das letzte der sechs Ziele. "Und es ist an der Zeit, dass wir wieder einen schwarzen Bürgermeister ins Rathaus bringen, so seine Forderung.

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