Waldershofer finanziert neuen Transport-Bus - "Uns steht die Welt wieder offen"
Große Hilfe für Johannes

Ein großes Herz hat der Waldershofer Helmut Prucker für Johannes Hägler. Der Luhe-Wildenauer ist nach einem schweren Autounfall Bewohner im Wohnheim St. Benedikt. Jetzt hat Prucker das Wohnheim mit einem fast 30 000 Euro teuren Ford Transit ausgestattet. Damit kann Johannes Hägler künftig zu allen Veranstaltungen mitgenommen werden, was bislang nicht möglich war.

Die Geschichte von Hägler zeigt auf dramatische Weise, wie schnell ein Mensch vom gesellschaftlichen Leben fast ausgeschlossen wird. Der 29-Jährige hatte einen Autounfall und kann sich seitdem nur noch im Rollstuhl fortbewegen. Erschwerend kommt hinzu, dass der junge Mann mit einer Körpergröße von knapp zwei Metern in kein übliches Fahrzeug passt.

Arztbesuche mussten bisher über einen eigens angeheuerten Fahrdienst abgewickelt werden. Den Wohngemeinschaften St. Benedikt, in der Johannes seit 2011 lebt, stand kein geeignetes Fahrzeug zur Verfügung. "Wir konnten Johannes nur zu Veranstaltungen begleiten, wenn sie zu Fuß aus zu erreichen waren. Doch da gibt es leider so gut wie keine Angebote", schilderte Einrichtungsleiterin Elke Bauer die verzwickte Situation. Also suchte die Wohngemeinschaft nach einer akzeptablen Lösung, nach öffentlichen Töpfen, um zumindest den Kauf eines Autos bezuschussen zu können. Glücklicherweise stieß Elke Bauer mit ihrem Team auf Helmut Prucker, "einen großherzigen Menschen von nebenan", so Frau Bauer.
Der Waldershofer entschied sich nach einigen Gesprächen und vielen besichtigten Fahrzeugen: "Ich bezahle das neue Gefährt." Geworden ist es ein 100 PS starker Ford Transit FT 100 mit sieben Sitzen und einem Rollstuhlplatz im hinteren Busbereich. Klar, dass die Freude nicht nur bei Johannes Hägler groß war, sondern auch bei seinen Mitbewohnern.

"Uns steht die Welt jetzt wieder offen, das ist unser größtes Geschenk." Den Umbau in ein barrierefreies Fahrzeug mit Kosten von 6500 Euro finanzierten die Eltern von Johannes, Maria und Manfred Hägler.
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