Waldjugend führt Mädchen und Buben über den Waldlehrpfad
Mit allen Sinnen erleben

Keine Entführung von Terroristen, sondern das blinde, barfüßige Fühlen simulierten die Kinder im Ferienprogramm im Wald. Bild: rn

Eichhörnchen- und Schmugglerspiele, Seilbahnfahren, Spiegel- und Barfußlauf gehörten zum Sommerferienprogramm der Waldjugend. Der Waldlehrpfad bot sich dafür als ideale Naturbühne an.

Das Nachmittagsgeschehen eröffnete Jugendleiter Walter Seltmann mit einem Eichhörnchensuchspiel. Es erinnert an Eichhörnchen, die sich zur Herbstzeit mit Eicheln Wintervorräte anlegen. Ein Teil der Gruppe hatte die Aufgabe, Bonbons zu verstecken. Der andere Teil beobachtete das Geschehen. Anschließend war gemeinsames Suchen angesagt. Zum Ende der Aktion stellte sich die Frage, ob wohl im nächsten Frühjahr Bonbonbäumchen im Stadtwald wachsen. Auf der nahen Wippe galt es nach anfänglichem Balancieren, das Gleichgewicht zu finden und zu halten. Am Spielplatz des Waldlehrpfads lockte nicht nur die Seilbahn. Viel Bewegung brachte ein Spiel, das der "Reise nach Jerusalem" glich. Dafür markierte Bäume ersetzten die sonst gebräuchlichen Stühle.

Einen neuen und besonderen Reiz hatte das Spiegel-Gehen. Auf einem Waldpfad erhielt jeder Teilnehmer einen Spiegel ausgehändigt. Er war von jedem so zu halten, dass in ihm die Baumwipfel zu sehen waren. Die schmale Öffnung zwischen den Wipfeln zum Himmel war das Gegenstück zum Pfad. Aufgabe war es nun, durch Orientierung über den "Himmelsweg" entlang des Waldpfades zu gehen. Beim anschließenden Gang mit verbundenen Augen über den Barfußweg hatten die Kinder das Wegematerial zu erkennen.

Nach einem Schmuggler-Geländespiel im Skulpturenwald mussten die Teilnehmer Konzentration und Geschicklichkeit beweisen. Sie erhielten dazu Tier- und Pflanzennamen. Der besondere Reiz bestand darin, sein Gegenüber mit dem neuen Namen anzurufen und ihm ein Wollknäuel zuzuwerfen. Dessen Faden wickelte sich bei jedem Wurf ab. Das Ergebnis glich einem Spinnennetz.
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