18.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Was macht eigentlich die AOVE? - Geschäftsführerin vermittelt den Gemeinderäten Grundlagen Von Energie bis Senioren

Die Gemeinde Freudenberg zählt zu den neun Mitgliedsgemeinden der Arbeitsgemeinschaft Obere Vils/Ehenbach (AOVE). Bürgermeister Alwin Märkl gab der Geschäftsführerin der Gesellschaft, Waltraud Lobenhofer, Gelegenheit, dem Gemeinderat die Grundlagen der Integrierten Ländlichen Entwicklung der AOVE zu vermitteln.

von Alfred SchornerProfil

Deren Aufgabe ist es, Hilfestellung für die Beantragung von Fördermitteln zu geben. Projektmanagement und Betreuung der Gruppen und Ehrenamtlichen sowie regionale und überregionale Vernetzung gehören ebenfalls zu ihren Aufgaben. So begegnet die AOVE dem Klimawandel interkommunal durch Energieeinsparung, Steigerung der Effizienz und der Erzeugung erneuerbare Energien. Elf AOVE-Bürgersonnen-Kraftwerke mit einer installierten Anlagenleistung von 428 kWp seien in Betrieb, informierte Lobenhofer.

Umrüsten auf LED

Die Kommunen nutzen regionale Ressourcen durch die Beteiligung an zwei Bürgerwindkraftanlagen und den Bau von Wärmenetzen. Ein integriertes Klimaschutzkonzept werde seit April 2012 durch den Klimaschutzmanager Markus Schwaiger unterstützt. "Die Schwerpunkte liegen hier besonders auf kommunalem Energiemanagement - wie bei der Umrüstung der Beleuchtungen auf LED oder Wirtschaftlichkeitsberechnungen neuer Wärmenetze", sagte die Geschäftsführerin. Das Ziel bei "Alt werden zu Hause" sei, dass Senioren so lange wie möglich in ihren eigenen Wänden wohnen bleiben können.

Unterstützung finden die Kommunen beim Boden- und Flächenmanagement hinsichtlich des demografischen Wandels: "Durch eine Untersuchung sollte eine Optimierung des ländlichen Hauptwegenetzes erreicht werden", sagte Lobenhofer. Vieles werde auch in den Bereichen Natur, Kultur und Tourismus durch Führungen entlang der Goldenen Straße oder auch durch das "Grüne Klassenzimmer" im Infozentrum Fisch in Bühl erreicht. Vorausschauend erläuterte Waltraud Lobenhofer einige Beispielprojekte der Integrierten Ländliche Entwicklung (ILEK). So sehen diese für den Zeitraum 2013 bis 2018 die Weiterführung aller laufenden Projekte, neue Wohnformen für Senioren, die Erstellung von Leerstandskonzepten, die Mobilität und die medizinische Versorgung im ländlichen Raum sowie die interkommunale Zusammenarbeit bei kommunalen Pflichtaufgaben vor.

Hinweis auf Förderungen

Hinweise gab die Referentin abschließend auf das EU-Programm Leader, in dessen Förderkulisse alle Landkreiskommunen sind. Antragstellung ist von Privatpersonen, Vereinen, Betrieben und Gemeinden möglich. Die Projekte müssen sich in den Zielvorstellungen des lokalen Entwicklungskonzeptes wiederfinden. Anfragen sind an die AOVE oder LAG-Geschäftsstelle im Landratsamt zu richten.

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