Wasserwacht Hohenthan arbeitet an der Belastungsgrenze - Ehrennadel für Alois Hanke
Kein Geld für Fachpersonal

Hohenthan. Die momentane Lösung hat keine Zukunft. Schwimmmeister Siegfried Walter stellte bei der Jahreshauptversammlung der Wasserwacht Hohenthan klar, dass es bei einer Weiterführung von Frei- und Hallenbad notwendig sei, Fachpersonal einzustellen. Das kann sich die Stadt Bärnau allerdings nicht leisten.

Es fehlen fest angestellte Bademeister. "Bei einer Weiterführung des Frei- und des Hallenbades, ist es notwendig, fachlich qualifiziertes Personal anzustellen. Ich habe versucht, über eine gewisse Zeit diesen Personalengpass zu überbrücken", so Walter. Solange es geht, wird die Wasserwacht versuchen, ihren Teil zum Erhalt beizutragen.

Kreisvorsitzender Thomas Sailer hat Verständnis dafür, dass die Ortsgruppe mehr leistet, als sie eigentlich müsste. Allerdings würden Arbeiten erledigt, die eigentlich Aufgabe der Stadt seien. Rettungsschwimmer der Wasserwacht könnten in diesem Fall keine Fachkräfte ersetzen. Der Bärnauer Stadtrat sucht derweil nach einer Lösung. "Ich werde mich einsetzen, dass wir beide Bäder erhalten können", betonte Bürgermeister Peter Hampel bei der Versammlung.

Das hinter der Wasserwacht Hohenthan ein hartes Arbeitsjahr liegt, betonte auch Vorsitzender Engelbert Träger. Mit viel Idealismus und Engagement wurde für eine erfolgreiche Badesaison gesorgt. Beim Freibad Altglashütte hätte der Verein wesentlich zum Erhalt der Anlage beigetragen. So wurde die Solaranlage erweitert, um die Kosten zu senken.

Die Vielzahl der durchgeführten Maßnahmen ließ schließlich kaum Zeit, die Feier zum 30-jährigen Bestehen vorzubereiten. Außerdem wurde eine Radtour organisiert und beim historischen Fest in Bärnau geholfen. Technischer Leiter und Schwimmmeister Siegfried Walter konnte eine stolze Bilanz präsentieren. 178 Mitglieder zählt der Verein derzeit, 63 davon im aktiven Dienst. Es gibt drei Ausbilder, einen Bootsführer, drei Rettungstaucher und einen Rettungssanitäter. In den 490 Dienststunden in den Schwimmbädern musste 35 Mal Erste Hilfe geleistet werden. 125 Stunden lang wurde trainiert.

Neben Schwimmausbildungen für die Öffentlichkeit, legten auch zahlreiche Mitglieder ihre Rettungsschwimmabzeichen ab. Sie wurden bei der Versammlung verliehen. In Bronze erhielten es Michael Plödt und Ramona Walter. In Silber: Engelbert Träger, Reiner Völkl, Alois Hanke, Martin Walter, Raimund Walter, Andrea Walter und Martin Vogl. Das goldene Abzeichen erhielt Reiner Völkl.

Eine besondere Ehre wurde dem zweiten technischen Leiter und Rettungstaucher Alois Hanke zu teil. Wegen seinem großen Engagement für die Ortsgruppe erhielt er die silberne Ehrennadel der Wasserwacht.