Wasserwacht mit mehr Arbeitseinsätzen als Aufsichtsstunden - Folie ausgewechselt
Für Erhalt des Freibades sehr aktiv

Als Badesommer eher dürftig fiel die vergangene Saison im Freibad Altglashütte aus. Dennoch hatten die Mitglieder der Wasserwacht Hohenthan viel zu tun, was vor allem am umfangreichen Arbeitseinsatz für den Erhalt des Bades lag.

Leider konnte Vorsitzender Engelbert Träger keinen Vertreter der Stadt Bärnau zur Jahreshauptversammlung begrüßen. Aus zeitlichen Gründen ließen sich alle drei Bürgermeister entschuldigen, was von vielen Anwesenden als Interesselosigkeit bewertet wurde. "Die Aktiven arbeiten doch in erster Linie für die Stadt mit ihren ehrenamtlich erbrachten Stunden", bemängelte technischer Leiter Siegfried Walter.

Der Vorsitzende freute sich über das Erscheinen von 22 Mitgliedern. Für eine große Überraschung mit seiner Anwesenheit sorgte Sepp Hopfner aus Osnabrück.

Dem detaillierten Bericht des Vorsitzenden war zu entnehmen, dass mit umfassenden Arbeiten schon vor der Badesaison beachtliche Leistungen erbracht wurden. Diese Arbeiten reichten von der Pflege der Liegewiesen über die Reinigung der Minigolfbahnen bis zur Erneuerung der Farbanstriche und zur Mithilfe beim Reinigen des Beckens. "Leiter konnten wir auch durch unseren Einsatz bei der Auswechslung der Folie im Sprungbereich eine verspätete Öffnung nicht verhindern", bedauerte Träger. "Gott sei Dank waren keine größeren Verletzungen zu verzeichnen", blickte er auf die Badesaison zurück. Ein Dankeschön sprach der Vorsitzende der Stadt aus, weil der Wasserwacht das Hallenbad für Trainingszwecke unentgeltlich zur Verfügung gestellt wird. Eine besondere Anerkennung verdiene der unermüdliche Einsatz des Schwimmeister Siegfried Walter, der schon seit fünf Jahren ehrenamtlich das Bad leite.

"Eine Wasserwacht ist nur so gut wie der Ausbildungsstand der Dienst tuenden Rettungsschwimmer", betonte technischer Leiter Siegfried Walter. Ausbildung und Bedienung der Rettungsgeräte seien für eine erfolgreiche Hilfeleistung maßgebend. Die Anschaffung des Defibrillators sei sehr kostenintensiv gewesen. Kreisausbilder Richard Wagner berichtete jedoch, dass sich ein Erfolg bei den Einsätzen im Landkreis abzeichne.

Derzeit zählt der Verein 181 Mitglieder. Die kameradschaftlichen Veranstaltungen wie gemeinsame Grillabende, Fahrradtouren, Geburtstagsfeiern dürften nicht zu kurz kommen, sagte Walter. Die gute Freundschaft zur Wasserwacht Steinberg ermöglichte der Ortsgruppe wieder ein achttägiges Zeltlager am Steinberger See.

Einen aufwendigen Einsatz machte das Unwetter bei der Megaparty im Freibad nötig. "Wenn auch der Veranstalter der Förderkreis Freibad war, so zeigte sich, dass die Aktiven der Wasserwacht mehr Ortskenntnisse hatten. Wenn sich durch plötzlichen Stromausfall eine größere Menge an Menschen im Dunklen zurecht finden muss, ist das nicht ganz unbedenklich."

Der technische Leiter der Kreiswasserwacht, Thomas Mauersberger, lobte die Ortgruppe und bestätigte, dass nur durch aktive Mitarbeit und Unterstützung der Kommunen ein Erhalt der Bäder möglich sei. Vordringlichste Aufgabe der Wasserwacht sei jedoch die Aufsicht. Die Zahl der Unfälle durch Ertrinken steige bedauerlicherweise an. Das sei zurückzuführen auf mangelnde Beaufsichtigung an öffentlichen, besonders jedoch an freien Badegewässern.

Mauersberger überreichte an zahlreiche Mitglieder Urkunden für langjährige Treue zur Wasserwacht. Kreisgeschäftsführer Michael Heldwein dankte den Aktiven vor allem für den Einsatz zum Wohle der Bürger: "Es ist nicht selbstverständlich, dass die Arbeiten in dieser großartigen Form erledigt werden."