Weidener Wasserballer am Samstag zum ersten entscheidenden Spiel in Köln
Weiterer Abstieg wäre ein Desaster

Weiden. (prg) Die Gruppe A ist für die Weidener Wasserballer vorerst Geschichte. Jetzt gilt es, weiter in der Deutschen Wasserball-Liga zu bleiben. Zum ersten Play-down Spiel in der Best-of-3-Serie müssen die Oberpfälzer am Samstag nach Köln (18 Uhr). Die Weidener wollen ihrer Favoritenrolle gerecht werden und mit einem Sieg im Rücken am Samstag in einer Woche oder spätestens am Sonntag in Weiden den Verbleib in der Liga und den Einzug in die Zwischenrunde um die Plätze neun bis zwölf der DWL sichern.

Rein von der Tabellensituation her müsste es eine klare Angelegenheit werden. Die Weidener (nach der Hauptrunde 7.) und die Kölner (15.) trennen acht Tabellenplätze. Dass es jedoch spannend bis zum Ende der Serie bleiben kann, hat die Vergangenheit des Öfteren gezeigt. Sollte es nämlich in Köln nicht klappen und die Serie verloren gehen, würde es in den reinen Abstiegskampf gehen. Der Gegner der Abstiegsserie wäre dann der Verlierer der Paarung SV Krefeld gegen OSC Potsdam.
Deswegen sind die Oberpfälzer in Köln voll gefordert. Die Domstädter starteten gut in die Saison, bauten im Laufe der Runde ab und endeten auf dem drittletzten Tabellenplatz der B-Gruppe. Der Neunte der Runde, WU Magdeburg, stieg bereits direkt in die 2. Wasserball-Liga Ost ab, während die SG Rote Erde Hamm/Brambauer den in die Play-offs rettenden achten Tabellenrang schaffte.

Die Weidener waren enttäuscht nach dem Debakel letzten Samstag gegen Hannover. Auch wenn die Zielsetzung sehr stark nach unten korrigiert werden musste, ist es jetzt wichtig, die Nerven zu behalten und das Potenzial der gesamten Mannschaft abzurufen. Kapitän Thomas Aigner wird nach seiner Sperre im letzten Spiel pausieren müssen, auch Routinier Alex Schäfer steht nicht zur Verfügung. Doch die Ausfälle, auch wenn schmerzhaft, müssen jetzt vom gesamten Team kompensiert werden.

"Uns erwartet kein Selbstläufer, dass muss uns klar sein. Ich erinnere nur an die Niederlage letzte Saison bei der SpVgg Laatzen im Pokal, die sind dann am Ende abgestiegen. Für die Kölner geht es um genauso viel, wie für die Weidener, nämlich Klassenerhalt, so bitter wie es klingt. Jetzt ist der Charakter der Mannschaft gefragt", erklärt Abteilungsleiter Irek Luczak. "Natürlich tut es noch weh, so richtig haben wir es noch nicht verkraftet", so Trainer Sigi Luczak über den Abstieg aus der A-Gruppe. Für die Weidener war es der erste schmerzhafte Rückschlag seit dem Rückzug der ersten Mannschaft aus dem Spielbetrieb der Regionalliga und dem Neuaufbau 1994. Fast 20 Jahre ging es stetig bergauf: ein Aufstieg nach dem anderen, ein Durchmarsch durch fünf Ligen. Jetzt ist der Tag gekommen, in dem man anderen aufstrebenden Teams wie White Sharks Hannover den Weg frei machen muss, doch der Weg in die B-Gruppe der Deutschen Wasserball-Liga ist schmerzhaft genug, ein weiterer Abstieg wäre für die Max-Reger-Städter ein richtiges Desaster. Die Verantwortlichen hoffen auf ein Sieg in Köln und den eigenen Matchball am 27. April in der Thermenwelt.
Play-off-Viertelfinale (Best of 3)

1. Spieltag am Samstag SSV Esslingen - Wasserfreunde Spandau 04 White Sharks Hannover - ASC Duisburg SG Neukölln - Waspo 98 Hannover SV Cannstatt - SV Bayer 08 Uerdingen

1. Play-down-Runde (Best of 3)

1. Spieltag am Samstag Duisburger SV 98 - SC Neustadt Rote Erde Hamm/Brambauer - SC Wedding SV Krefeld 72 - OSC Potsdam SGW Rhenania Köln/BW Poseidon Köln - SV Weiden (18 Uhr im Leistungszentrum Müngersdorf)

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