Wie Krieger, Waffen und Kultur die römische Geschichte prägten
Welt unter römischem Einfluss

Rom - Weltstadt und Großmacht. Noch immer fasziniert das römische Weltreich. Wie es um die Macht, die Kultur und die Provinzen bestellt war, davon berichten vier Neuerscheinungen:

Simon James: "Rom und das Schwert" (320 Seiten, 29.90 Euro, Verlag Philipp von Zabern): Das Schwert ist im alten Rom nicht nur das Erzeugnis einer hochentwickelten Technologie, sondern steht vor allem als Metapher imperialer Macht im Fokus. Vom Aufstieg Roms bis zum Aufstand der Völker im Norden und Osten des Reiches, die das Imperium Romanum schließlich in die Knie zwingen sollten, wird die Geschichte der Bewaffnung der römischen Soldaten nachgezeichnet.

Simon James bietet so eine anregend neue Perspektive auf die römische Geschichte, indem er sie aus der Sicht der Legionäre und ihrer Aktionen beschreibt. In einer einzigartigen Verbindung von Militär- und Sozialgeschichte zeigt er, dass Roms Herrschaft letztlich auf der Grausamkeit seiner Soldaten und ihrer exzellenten Bewaffnung beruhte.

Margot Klee: "Germania Superior. Eine römische Provinz in Deutschland, Frankreich und der Schweiz (34.95 Euro, Pustet-Verlag): Obergermanien stand lange im Spannungsfeld der römischen Politik: Obwohl das römische Heer schon um die Zeitenwende die Elbe erreicht hatte und Kaiser Augustus die gallischen Provinzen konstituierte, wurde das Gebiet beiderseits des Rheins erst im späten 1. Jahrhundert in eine römische Provinz umgewandelt.
Diese Provincia Germania Superior zeichnet sich auch unter der römischen Herrschaft durch große Gegensätze aus, weil die keltische bzw. germanische Bevölkerung in vielen Bereichen eigene Traditionen fortführte oder unter römischem Einfluss umformte. Das betrifft nicht nur die gesellschaftlichen Strukturen, sondern auch die ökonomischen Entwicklungen. Unter Berücksichtigung der neuesten Forschungsergebnisse stellt dieser Band die spannende Geschichte einer Provinz von der Zeitenwende bis zum frühen 4. Jahrhundert dar. Damit wird eine Lücke geschlossen in der Literatur über die römischen Provinzen.

Rüdiger Gogräfe: "Theater im Römischen Reich" (29.90 Euro, Verlag Nünnerich-Asmus): Bretter, die die Welt bedeuteten: die Theater im römischen Reich. Von klassischen Komödien über nachgestellte Seeschlachten bis zu blutigen Gladiatorenkämpfen - für die Unterhaltung des Volkes war gesorgt. "All seine Vorgänger übertraf er durch die Zahl, die Mannigfaltigkeit und den Glanz seiner Schauspiele", rühmt Sueton in seiner Biografie des Kaisers Augustus. Seit seiner Zeit gehörten Theaterbauten zum festen Bestandteil römischer Städteplanung.
Sie dienten außerdem der Romanisierung der Provinzen. Schließlich boten sie der Selbstdarstellung der herrschenden Schicht eine Bühne und erreichten ein breites Publikum. Obwohl durch andere antike Quellen kaum beschrieben, liefert der Band eine umfassende Monografie des römischen Theaterwesens, dessen Bauten noch heute eindrucksvoll vor unseren Augen stehen.

Ernst Künzl: "Die Thermen der Römer" (34.95 Euro, Theiss-Verlag):Der tägliche Gang ins Bad war für die Römer mehr als eine Frage der Sauberkeit. Schwitzen im Heißbad, wohlige Entspannung im Warmbad und Erfrischung im Kaltbad waren Wellness pur, Muße und Freizeitvergnügen. Kein Wunder, dass die Römer die meisten Thermal- und Mineralquellen in ihrem Reich aufspürten. Ihre exzellenten Ingenieure und Architekten errichteten von Bath bis Vichy behagliche Badehäuser, darunter Luxusoasen wie die Trierer Bauten oder die Kaiserthermen in Rom mit Bibliothek,Park und Sportplätzen.

Viele waren heilige Orte, in denen Archäologen wertvolle Weihegaben fanden, Heilbäder mit Behandlungsräumen und Touristenmagnete mit florierendem Souvenirgeschäft. Zahlreiche Abbildungen veranschaulichen diese einzigartigen Zeugnisse römischer Kultur und Zivilisation.
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