30.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Wie stehen Sie zum Sport Ihres Ehemannes? Susanna Scheil Größtmögliche Unterstützung

von Redaktion OnetzProfil

Susanne Scheil: Ich habe ihn dazu ermutigt und unterstütze ihn, wo es geht. Er hat nun den Durchbruch aufgrund seines unbändigen Willens geschafft. Wir sind seit fast 10 Jahren ein Paar und seit 2011 verheiratet. Die Krankheit schritt weiter fort, aber wir hofften dass sie irgendwann stehen bleibt. Uns war es unangenehm, bei jedem Klinikaufenthalt nur als Lebenspartner außen vor zu sein. Ich werde durch meinen Arbeitgeber soweit es geht durch flexible Arbeitszeiten und Vertretungen bei der Betreuung meines Mannes unterstützt.

Sind Sie bei den Wettkämpfen ihres Mannes immer dabei?

Susanne Scheil: Wenn es geht, bin ich mit dabei. Aber bei zeitlich ausgedehnten Sportveranstaltungen muss ich berufsbedingt zu Hause bleiben. Aber sein Trainer unterstützt und hilft ihm in jeder Beziehung.

Wie kommt er ins Training und zu den Wettkämpfen?

Susanne Scheil: Wir kauften 2011 ein Spezialfahrzeug und ließen es für den Betrieb mit einem Rollstuhlfahrer auf eigene Kosten mit Hebebühne umbauen. Damit ist es ihm möglich, selbst und ohne fremde Hilfe aus dem Haus zu kommen, selbst zum Training und zu den Wettkämpfen zu fahren. Er ist damit trotz seiner Behinderung flexibel.

Wie kamen Sie beide zum Behindertensport?

Susanne Scheil: Nach Kontakten mit örtlichen Sportvereinen nahmen wir Verbindung mit dem BVS Weiden und Birgit Kober auf. Der BVS bietet die Möglichkeit, international starten zu können. Birgit Kober unterstützte uns mit ihrer Erfahrung. Mit ihr verbindet uns eine tolle, lebendige Freundschaft. Sie vermittelte ihm auch seinen Trainer.

Wie sind Sie ins Dorfleben eingebunden?

Susanne Scheil: Wir haben ganz tolle Nachbarn. Wenn irgendetwas ist, kommt jeder und hilft. Ohne meine Nachbarn hätte ich gewiss nicht meinen toll angelegten Hausgarten. Sie bekamen sicher die Verschlechterung des Zustandes von Daniel mit. Eines Tages rückten sie mit Baggern und Radlader an und legten uns das Grundstück samt Garten an. Das ganze Dorf schenkte uns zur Hochzeit die Bepflanzung. Wir erfuhren große Hilfe - es ist ein toller Zusammenhalt. (ak)

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