12.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Windpark in Konzentrationsfläche

von Redaktion OnetzProfil

Nach dem Reaktor-Unglück von Fukushima machte die Bundesregierung die Errichtung von Windkraftanlagen zu privilegierten Bauvorhaben. Die Stadt Pfreimd wollte daraufhin bei der Platzierung mitreden und drei Konzentrationsflächen ausweisen, auf die ihrer Ansicht nach Windräder hinpassen. Nur das Gebiet bei Pamsendorf wurde anerkannt. In einem dafür eingeleiteten, förmlichen Antragsverfahren bekam auch die Nachbargemeinde Gleiritsch Gelegenheit sich zu äußern.

"Da zeichnete sich kein gravierender Protest ab", erinnert sich der Pfreimder Bürgermeister Richard Tischler. Gleiritsch habe dann auch die Fortschreibung des Regionalplans zur Kenntnis genommen, ohne einen Einwand zu erheben. Der Standort ist seit 4. Juli 2011 im Entwurf zum Regionalplan Oberpfalz-Nord als Windvorrangfläche ausgewiesen, was bei jeder weiteren Aktualisierung des Plans aufrechterhalten blieb. "Wir konnten also nicht davon ausgehen, dass so massiver Widerstand kommt wie es jetzt der Fall ist", sagt Tischler.

Das von der Weidener Firma "Deglmann Windpark Management GmbH" Ende 2013 beim Landratsamt in Schwandorf in Gang gebrachte Verfahren zielt auf die Genehmigung von fünf Windrädern innerhalb dieser Konzentrationsfläche ab. Kommune und Unternehmen rechnen im kommenden Herbst mit dem Abschluss beider Verfahren. (am)

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