13.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Wohnhausanbau beschäftigt Stadtrat - Plan für "Hühnerrefugium": Felsenkeller unter Baustelle

Drei Bauanträge bestimmten am Donnerstag den öffentlichen Teil der Stadtratssitzung und boten zum Teil Diskussionsstoff. So will Daniel Hahn an seinem Wohnhaus in der Stegenthumbacher Straße 5 einen Anbau errichten - allerdings befinden sich dort auch Felsenkeller.

von Walther HermannProfil

Hahns Haus diente einst dem Chefarzt des Kreiskrankenhauses als Wohnung. Geplant ist ein 4 mal 4,49 Meter großer Anbau an der Westseite des Gebäudes.

Reinhard Sperber, der Geschäftsführer der Verwaltungsgemeinschaft, informierte den Stadtrat von der Existenz von Felsenkellern, die sich im südlichen Bereich des Grundstücks befinden. Der Bauherr sei von der Stadt bereits auf diesen Umstand hingewiesen, die drei Eigentümer der Keller seien auf das geplante Vorhaben aufmerksam gemacht worden.

Haftungsausschluss

Matthias Haberberger, dessen Ehefrau Angelika Mitbesitzerin eines Kellers ist, gab zu bedenken, dass sich der Felsenkeller "mit großer Wahrscheinlichkeit bis in den Gebäudebereich" hinzieht. Da seine Frau wegen eventueller Absenkungen keine Haftung übernehmen wolle, habe sie ihre Unterschrift unter die Unterlagen des Bauantrags verweigert. Bürgermeister Peter Lehr verwies auf die rechtliche Situation und erklärte, dass der Antrag bauplanungsrechtlich in Ordnung sei.

Als Fritz Betzl anmerkte, dass den Bedenken der Kellerbesitzer Rechnung getragen werden sollte, brachte Marcus Gradl einen Haftungsausschluss ins Gespräch. Wenn Hahn eine derartige Erklärung abgäbe, sollten seiner Meinung nach die Sorgen der Kellerbesitzer damit ausgeräumt sein. Der Stadtrat segnete den Bauantrag schließlich einstimmig ab. Matthias Haberberger war als Mitbetroffener nicht stimmberechtigt.

Heiterkeit kam auf, als Lehr das Bauvorhaben von Josef Roth ankündigte: die "Umsetzung eines Hühnerrefugiums" im landwirtschaftlichen Anwesen an der Speinsharter Straße. Die Zustimmung des Stadtrats zu dem neuen 7,20 mal 3,10 Meter großen Hühnerstall war nur eine Formsache.

Im Außenbereich

Ursache für den Neubau der Unterkunft für das Federvieh ist, dass das aktuelle Zuhause der Hühner zum Teil auf dem Nachbargrundstück steht. Der Bürgermeister teilte ergänzend mit, dass wegen der Baumaßnahme im Außenbereich auch das Landwirtschaftsamt beteiligt sei.

Die Zustimmung des Gremiums erhielt nicht zuletzt der Bauantrag von Markus und Pamela Walberer, die auf dem Grundstück Rosenweg 34 ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage errichten wollen.

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