01.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

"Wülnauer Musikanten" treten auf, wenn Zeit zwischen Blaskapellen-und Vereinsterminen ist Freundschaft und ein bisserl wild

Fast ist es einem Zufall zu verdanken, dass vor drei Jahren beim Dorffest die "Wülnauer Musikanten" sozusagen geboren wurden. Es war damals die an Willi Hagler gerichtete Frage, ob er nicht vielleicht bereit wäre, mit ein paar weiteren Musikanten zum Frühschoppen aufzuspielen.

von Walter BeyerleinProfil

Zum ersten Auftritt - natürlich noch ohne eigenen Namen - sind längst viele weitere dazugekommen. Mittlerweile sind die "Wülnauer Musikanten" Willi Hagler, Bertl Ammer, Wolfgang Hägler und Georg Kick in Oberwildenau und der näheren Umgebung längst zu einem Begriff geworden.

Der Name gibt zum einen in Mundart den Hinweis auf die örtliche Herkunft der kleinen Kapelle, zum anderen drückt er ganz sanft das aus, was die Musikanten klammheimlich auch sind: ein kleiner, wilder Haufen, der unwahrscheinlich gerne Musik macht.

Bei den "Wülnauern" Hagler und Kick zeigt sich das besonders deutlich: Hagler ist Mitglied bei den "Waldnaabtalern" und Kick gehört seit jeher der "Blaskapelle Oberwildenau" an. Aber auch Ammer und Hägler kennen sich als Musiker auch ohne Kapellenzugehörigkeit bereits viele Jahre vom gemeinsamen Spielen beispielsweise bei Brautentführungen.

Deshalb ist die Zeit, um gemeinsam aufzutreten, auch beschränkt. Die Mitwirkung bei der Blaskapelle Oberwildenau gehen beim Kick "Schorsch" und beim Hagler Willi, wenn die "Waldnaabtaler" rufen, ganz klar vor. Bei Hagler genießen zusätzlich auch noch die Termine beim SC Luhe-Wildenau, dort ist er Vereinschef, Vorrang.

Wenn aber die Gelegenheit passt, kommen die "Wülnauer Musikanten" zu einem Auftritt, meist im Gebiet des Marktes oder der näheren Umgebung, gerne zusammen.

Auf dem Programm stehen Oberpfälzer und Bayerische Musik sowie Schlager und Stimmungslieder, die zwischendurch mit Witzen aufgelockert werden. Mit dieser bunten Mischung meist ohne Noten haben sich die "Wülnauer Musikanten" viele Freunde gemacht. Auf große Proben verzichtet das Quartett. "Es ist immer zu hören, was gespielt wird", ist Hagler überzeugt. Schließlich verstehen sich die vier "Wülnauer Musikanten" musikalisch blind und darüber hinaus auch bestens.

"Das ist die Grundlage, diese Stimmung auch auf die Zuhörer rüberzubringen." Die Verstärkeranlage benötigen die "Wülnauer" nur für die Gitarre und den Gesang, ansonsten würde es auch ohne Technik gehen. Die Zuhörer scheinen zufrieden. Als Zeichen der Begeisterung bekommen sie immer wieder leckere Runden spendiert, schmunzeln die Vier.

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