Zeltlager des BDKJ am Voithenberg bei Furth im Wald - Viel Spaß für knapp 300 Kinder
Schieder lagert mit Piraten

Wernberg/Furth im Wald. "Schiff ahoi!" - So heißt es in diesem Jahr auf dem Voithenberg. "Piraten und Piratinnen - hisst die Segel", mit diesem Schlachtruf begrüßte SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder knapp 300 Kinder zum Zeltlager des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). In der ersten Woche landeten 115, in der zweiten Woche 119 und in der dritten Woche 82 "Schiffbrüchige" auf "Voithenberg Island".

Zusammen mit der Kapitänin Marianne Schieder galt es, das Schiff am Ende der Woche wieder "flott zu machen". Die Kinder konnten dabei durch besonders gutes Verhalten "Steuerräder", "Segel" oder auch "goldene Muscheln" sammeln, um so das Schiff wieder auf Vordermann zu bringen.

Viele Workshops

Damit den Kindern dabei nicht langweilig wird, hat sich das Organisationsteam im Vorfeld wieder viele abwechslungsreiche Workshops überlegt. Die ganze Woche über konnten die Kids Seile drehen und sich daraus eine Hängematte basteln, "blinde Passagiere" filzen, ein Logbuch binden oder eine Schatzkiste basteln. "Wir bereiten immer acht oder neun Workshops vor, dann haben wir eine große Auswahl", erläuterte Schieder.

So manch anstrengenden Tag lässt man am Lagerfeuer gemütlich ausklingen, beim Waldquiz-Lauf lernen die Kinder spielerisch viel Wissenswertes über die Natur und bei der Disco geht die Party dann richtig ab. Wer Wünsche hat, kann diese beim Lagerrat ansprechen. "Jedes Zelt hat einen Sprecher, der die Meinung der Gruppe vertritt", sagte Marianne Schieder: "Einmal ist der Tee zu süß oder es gibt Wünsche für das anstehende Programm."

Der soziale Aspekt ist Schieder besonders wichtig. Ziel ist es, sowohl den Umgang innerhalb des Zeltes als auch im ganzen Lager zu stärken. "Das klappt bei uns echt super", sagte Schieder, die vor allem auch auf den harmonischen Umgang mit den tschechischen Kindern würdigt. "Wir unterhalten uns einfach auch Englisch", erzählten die Kinder, die in den tschechischen Buben und Mädchen gute Freunde gefunden haben. Vier Dolmetscherinnen im Betreuerteam erleichtern die Kommunikation. Die grenzüberschreitende Freundschaft besteht schon seit über 25 Jahren: "Wir haben immer schon eine gute Verbindung zur Diözese Pilsen", so Schieder.

Auch Kinder mit Behinderung sind am Voithenberg willkommen. "Heuer hatten wir einen Jungen mit dabei, der war fast blind", erzählte Schieder. Mit Hilfe der Betreuer gab es dabei aber keinerlei Probleme, und auch die Kinder nehmen dabei viel Rücksicht und helfen mit, ihm dem Aufenthalt so schön wie möglich zu gestalten. Am Sonntag ist es für die Kinder nun wieder für ein Jahr vorbei, doch für das Betreuerteam rund um Marianne Schieder, Michaela Eisenreich, Barbara Lottner und Daniel Zimmermann geht die Arbeit das ganze Jahr über weiter.

"Jetzt im Herbst findet ein Reflexionswochenende statt", erläuterte Schieder. Dabei wird das Zeltlager analysiert und das Thema für das nächste Mal bereits festgelegt. "So können wir uns schon gezielt in den Fortbildungen darauf vorbereiten." Diese finden meistens im März statt, im Juni trifft man sich gemeinsam, um das Zeltlager detailliert vorzubereiten und Reparaturen im Lager vorzunehmen. "Da gibt es immer was zu renovieren", sagte Schieder.

Seit 30 Jahren dabei

Sie ist selbst schon seit 30 Jahren mit dabei und kann sich dabei noch gut an die Anfangszeit erinnern. "Früher waren wir in Falkenstein, seit 1990 lagern wir am Voithenberg". Auf die Frage, wo's denn schöner sei, musste die Leiterin nicht lange überlegen: "Hier in Furth" die etwas abgelegene Lage, die Idylle und die Ruhe sind optimal", begründete sie dabei ihre Aussage. Und auch den Betreuern gefalle es hier sehr gut. "Über 100 Helfer sind in diesen drei Wochen hier im Einsatz", würdigte Schieder das Engagement. Mit dabei sind neben Lehrern, auch Erzieher aber auch fachfremdes Personal. "Viele waren früher schon als Kinder mit dabei und wollen jetzt beim Organisieren mithelfen", so Marianne Schieder.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.