27.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Zum fünften Mal nehmen die Kinder in Sinnleithen das Brauchtumsfest in die Hände Zünftig Kirwa feiern bei einer Limo

Die Kirwa "gehört" nicht nur den Erwachsenen. In Sinnleithen sind es die Kinder und Jugendlichen, die den Baum aufstellen und austanzen. Und das taten sie jetzt schon zum fünften Mal.

Die Kirwapaare legten beim Baumaufstellen selbst Hand an.
von Rudi GruberProfil

Leuchtende Eltern- und Großelternaugen schauten den Boum und Moilan zu. Gekleidet in Dirndl und Lederhosen, tanzten die Paare einen Schottischen, die Sternpolka, Siebenschritt und Dreher. Dazu sangen sie "Hans bleib dou" - ganz wie es sich für eine richtige Kirwa gehört.

Kinder im Alter von 4 bis 14 Jahren machten mit. Geübt hatten sie in fünf Tanzproben für den großen Auftritt. Doch zuerst einmal wartete die Arbeit. Die Kinder suchten sich ihren Kirwabaum selbst aus. Assistiert von einigen reiferen Kirwaburschen, wurde er im Wald abgesägt und ins Dorf gebracht. Das Schmücken im Woppererhof machte bei einer Limo großen Spaß.

Sonntags ging es dann mit dem Baum von Hof zu Hof. Schon dabei legten die Kinder ein paar Tänzchen aufs Pflaster. Am Festplatz angekommen, setzten sie die Schwalben am Baum an und brachten ihn in einer guten halben Stunde in die Senkrechte. Und dann ging es unter dem Jubel der Zuschauer los mit dem Austanzen, begleitet von 17 Musikanten aus dem Umkreis. Es endete aus Gründen der Gleichbehandlung ohne ein Oberkirwapaar. Jedes Kind bekam stattdessen eine große Breze als Lohn. Beim letzten Tanz fielen schon die ersten Regentropfen.

Auch bei der Nachkirwa standen die Jungen ihren Mann. Auf einem Leiterwagen führten sie den Gästen die eingesammelten Preise für die Verlosung vor. Der Baum behielt mit Dominik Haas ein Kirwabursch.

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