30.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Zur Geschichte des Pfrentsch-Weihers

von Redaktion OnetzProfil

Zwischen 1362 und 1842 war der Pfrentschweiher mit einer Fläche von 4,1 Quadratkilometern das größte Gewässer in unserer Gegend. Nach seiner Auflassung, für die die genauen Gründe bis heute nicht belegt sind, wurde das gesamte Gebiet trockengelegt. Bachläufe wurden begradigt und der Abbau von Torf begann.

Ziel war eine intensive landwirtschaftliche Nutzung des Gebiets. Stattdessen blieb es aber schon bald beim Mähen von Streu. Als Viehfutter war der Bewuchs wegen zu vieler Sauergräser nämlich ungeeignet. Seit 1987 sind die verbliebenen 173 Hektar im Kernbereich des Pfrentschweiher-Gebiets als Naturschutzfläche ausgewiesen.

Zur Zukunft des Naturschutzgebietes Pfrentschweiher sagt Hubert Schmid: "Es kommt sicher nicht unbedingt darauf an, dass immer alle Arten, die da sind, auch jedes Jahr wieder hier brüten. Entscheidend ist, dass die Vielfalt insgesamt erhalten bleibt. Die Natur verändert sich auch in einem Naturschutzgebiet und sei es nur zum Beispiel durch den Klimawandel. Früher hatten wir regelmäßig im Juli noch Raureif in der Morgendämmerung und im September schon wieder Frost. Das ist vorbei. Es werden Arten kommen und gehen, wie bisher auch.

Wenn wir die Flächen so erhalten können, wie sie sind, und wenn das Gebiet den Wildtieren überlassen wird, werden wir auch die Vielfalt an wildlebenden Tieren wie Vögeln, Libellen, Käfern und Spinnen erhalten können. Grundvoraussetzung bleibt aber immer die Ruhe und Ungestörtheit." (fjo)

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