05.02.2018 - 20:56 Uhr
Deutschland & Welt

50 Minuten Audienz Erdogan zu Gast im Vatikan

Rom. Ungewöhnlich viel Zeit hat Papst Franziskus dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan bei dessen historischer Visite im Vatikan eingeräumt. 50 Minuten dauerte die Audienz am Montag. Im Mittelpunkt stand die Jerusalem-Krise. Gesprochen wurde aber auch über den Kampf gegen Fremdenhass und Islamophobie sowie die Lage in Syrien, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu mitteilte. Laut Vatikan ging es auch um die Aufnahme zahlreicher Flüchtlinge in der Türkei und die damit verbundenen Herausforderungen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (links, rechts neben dem Papst Erdogans Frau Emine) schenkt Papst Franziskus unter anderem eine aus Keramik gefertigte Panorama-Ansicht Istanbuls. Erdogan erhält vom Papst unter anderem einen Friedensengel. Bild: Turkish Presidential Press Service/Kayhan Ozer/AFP
von Agentur DPAProfil

Seit 59 Jahren war kein türkischer Präsident mehr im Vatikan empfangen worden. Mit Spannung wurde jetzt erwartet, ob das katholische Kirchenoberhaupt die Menschenrechtslage in der Türkei ansprechen würde, die sich seit dem Putschversuch 2016 und dem in der Folge verhängten und mehrmals verlängerten Ausnahmezustand verschlechtert hat. Es sei "über die Situation des Landes" gesprochen worden, teilte der Vatikan mit - nannte aber keine Details. Bei seinem Besuch 2014 in Ankara hatte der Pontifex Glaubens- und Meinungsfreiheit angemahnt.

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