06.03.2018 - 22:14 Uhr
Deutschland & Welt

Abgebrochene Hilfslieferung in Ost-Ghuta UN verurteilt Gewalt

Damaskus. Die Vereinten Nationen haben Angriffe der syrischen Regierung scharf verurteilt, die zum Abbruch einer dringend benötigten Hilfslieferung im syrischen Ost-Ghuta führten. Die Gewalt offenbare einen "Mangel an Respekt für die Waffenruhe" und die Missachtung von Sicherheitsgarantien für den Konvoi, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung des UN-Nothilfebüros Ocha. Der syrische Verbündete Russland versprach den Rebellen unterdessen freies Geleit.

von Agentur DPAProfil

Am Montag war in der belagerten Region östlich der syrischen Hauptstadt Damaskus die erste Hilfslieferung seit der jüngsten Eskalation der Gewalt angekommen. Die Entladung der Lastwagen musste "wegen eskalierender Gewalt und Unsicherheit" abgebrochen werden, teilte Ocha weiter mit. Bereits am Montagabend hatten Aktivisten in der Region sowie Mitarbeiter der Vereinten Nationen vom Vorfall berichtet. Luftangriffe und Beschuss dauerten stundenlang, während der Konvoi Nahrung für 27 500 Menschen sowie medizinische Produkte lieferte, so Ocha.

Die UN-Untersuchungskommission zum Syrien-Krieg sieht ohne Gerechtigkeit für die Opfer von Gräueltaten keine Möglichkeit für eine politische Lösung im Land. Täter müssten vor dem Internationalen Strafgerichtshof zur Rechenschaft gezogen werden, forderte die Experten des Menschenrechtsrats am Dienstag in einem Bericht.

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