Ägypter wählen Präsident
Al-Sisi vor Sieg

Die Präsidentenwahl in Ägypten hat begonnen. Zur Wahl stehen der autoritäre und von der mächtigen Armee unterstützte Amtsinhaber Abdel Fattah al-Sisi (im Bild bei der Stimmabgabe) sowie der Politiker Mussa Mustafa. Er gilt als Alibi-Kandidat. Bild: Egyptian Presidency/dpa

Kairo. Unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen hat am Montag die Präsidentenwahl in Ägypten begonnen. Etwa 60 Millionen Ägypter sind bis Mittwoch zur Wahl eines neuen Staatschefs aufgerufen. Zur Wahl stehen der autoritäre und von der mächtigen Armee unterstützte Amtsinhaber Abdel Fattah al-Sisi sowie der Politiker Mussa Mustafa. Er gilt als Alibi-Kandidat, damit der Präsident nicht alleine antreten muss. Es wird mit einem sehr deutlichen Sieg Al-Sisis gerechnet.

Der Wahlkampf war vom Vorgehen gegen die politischen Gegner Al-Sisis geprägt. Eine Reihe ernsthafter Kandidaten zog ihre Teilnahme unter teilweise dubiosen Umständen zurück. Einige Konkurrenten wurden schon vor der Wahl wegen angeblicher Rechtsbrüche zu Haftstrafen verurteilt oder dauerhaft in Gewahrsam genommen. Ägypten mit seinen etwa 95 Millionen Einwohnern gilt für den Westen als Schlüsselland für die Stabilität im Nahen Osten. Al-Sisi ist auch für die Bundesrepublik ein wichtiger Partner im Kampf gegen den Terror und illegale Migration. Im Inneren hat der Präsident mit immer wiederkehrenden Terroranschlägen sowie mit einer tiefen Wirtschaftskrise zu kämpfen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.