20.11.2017 - 22:04 Uhr
Deutschland & Welt

AfD freut sich über Aus der Jamaika-Sondierung: "Merkel ist gescheitert"

Berlin. Politiker der AfD haben das Scheitern der Jamaika-Sondierungen begrüßt. "Wir finden es gut, dass Jamaika nicht kommt, denn das wäre eine Koalition des Weiter-so gewesen", sagte der Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alexander Gauland, am Montag in Berlin. Für ihn stehe jetzt fest, dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht die nächste Regierungschefin sein könne. "Merkel ist gescheitert."

von Agentur DPAProfil

Nach Worten von Bundesvorstandsmitglied André Poggenburg könnte sich die AfD durchaus vorstellen, eine Minderheitsregierung von Union und FDP zu tolerieren. Voraussetzung wäre aber, "dass diese Regierung nicht unter der Führung einer CDU-Vorsitzenden Angela Merkel steht", sagte der AfD-Politiker, der dem rechtsnationalen Flügel seiner Partei angehört. Seine Partei rechne sich zwar gute Chancen aus, falls es zu Neuwahlen kommen sollte. "Aber man kann jetzt eine Regierungsbildung nicht kategorisch blockieren", sagte Poggenburg der Deutschen Presse-Agentur. Union und FDP haben ebenso wie SPD, Grüne und Linke jede Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen.

Die Co-Vorsitzende der AfD-Fraktion, Alice Weidel, bezeichnete die Jamaika-Gespräche zwischen CDU, CSU, FDP und Grünen als "wochenlange Wählertäuschung". Die AfD zeigte sich erstaunt, dass es letztlich FDP-Chef Christian Lindner war, der die Gespräche platzen ließ, und nicht der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer. Ihre Kompromissbereitschaft gegenüber den Grünen werde der CSU bei der nächsten Landtagswahl in Bayern sicher auf die Füße fallen, sagte Weidel.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.