08.03.2017 - 20:00 Uhr
Deutschland & Welt

Affäre um Chef der Polizeigewerkschaft Rainer Wendt gerät weiter unter Druck

Düsseldorf. Der in die Kritik geratene Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hat die Höhe seines Einkommens verteidigt und Details offengelegt. Sein Teilzeitgehalt als Beamter beläuft sich demnach auf etwa 3350 Euro im Monat, die Gewerkschaft zahlt eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 520 Euro im Monat. Wie sich aus der Aufstellung, die Medien vorliegt, ergibt, bezieht Wendt darüber hinaus jährlich 77 700 Euro für Funktionen in zahlreichen Gremien unter anderem als Aufsichtsrat der Versicherung Axa Leben AG. Wegen des Aufsichtsratsmandat wird gegen Wendt ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Das nordrhein-westfälische Innenministerium habe das Landesamt für Aus- und Fortbildung der Polizei dazu aufgefordert, teilte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch mit. Medienberichten zufolge hatte Wendt sich das Mandat nicht, wie erforderlich, als Nebentätigkeit genehmigen lassen. Er war in die Defensive geraten, nachdem bekannt geworden war, dass er trotz kompletter Freistellung für die Gewerkschaftsarbeit ein Teilzeitgehalt als Polizist des Landes Nordrhein-Westfalen kassiert.

von Agentur DPAProfil

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