20.08.2017 - 22:22 Uhr
Deutschland & Welt

Amerikaner demonstrieren in Boston gegen Rassismus Marsch gegen Hass

Washington/Boston. Am Samstag - eine Woche nach der Gewalteskalation in Charlottesville - haben in der US-Ostküstenmetropole Boston Zehntausende Menschen friedlich gegen Rassismus und Hass demonstriert. Diesmal war US-Präsident Donald Trump bemüht, einen neuen Ton zu setzen. "Ich möchte den vielen Protestierenden in Boston applaudieren, die ihre Stimme gegen Bigotterie und Hass erheben", schrieb er auf Twitter. "Unser Land wird bald als ein geeintes zusammenkommen!"

von Agentur DPAProfil

Der Protestmarsch in Boston richtete sich auch gegen eine Kundgebung, die zur selben Zeit in einem Park der Stadt stattfand. Während diese nach Angaben der Organisatoren dazu diente, für das Recht auf freie Meinungsäußerung einzutreten, sahen die Gegendemonstranten rechtsextreme Motive hinter der Versammlung. Nach anhaltender Kritik an seinen milden Äußerungen über die rechtsextremen Auswüchse von Charlottesville will der US-Präsident mit einer Großkundgebung wieder in die Offensive gehen. Am Dienstagabend (Ortszeit) wird Trump vor Anhängern in Phoenix (Arizona) sprechen - trotz der Bitte des demokratischen Bürgermeisters der Stadt, Greg Stanton, der Nation so kurz nach Charlottesville erst einmal Zeit zur Verarbeitung und "Heilung" zu geben. Auch besteht die Sorge, dass es zu Zusammenstößen zwischen Trump-Anhängern und Gegendemonstranten kommen könnte.

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