11.04.2018 - 22:12 Uhr
Deutschland & Welt

Amnesty International veröffentlicht Zahlen Weniger Hinrichtungen und Todesurteile

Berlin. Amnesty International hat 2017 deutlich weniger Todesurteile und einen leichten Rückgang bei den Hinrichtungen weltweit verzeichnet. Die Menschenrechtsorganisation zählte 993 Exekutionen und damit vier Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Todesurteile sank sogar um 17 Prozent von 3117 auf 2591. Allerdings fehlt China in der Statistik, da das Land Angaben zur Todesstrafe unter Verschluss hält. Amnesty geht davon aus, dass es dort Jahr für Jahr Tausende Todesurteile und Hinrichtungen gibt. Für 84 Prozent der gezählten Hinrichtungen sind vier Länder verantwortlich: Iran (mindestens 507), Saudi-Arabien (146), Irak (mindestens 125) und Pakistan (mindestens 60). Die meisten Todesurteile wurden laut Amnesty-Statistik in Nigeria gefällt (621), gefolgt von Ägypten (über 402) und Bangladesch (über 273). Weltweit lebten Ende 2017 21 919 Menschen mit einem Todesurteil und damit 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die meisten Verurteilten sitzen in den Todestrakten von Sri Lanka (2717), den USA (2724) und Pakistan (mindestens 7000). Mit Guinea und der Mongolei haben 2017 zwei weitere Staaten die Todesstrafe vollständig abgeschafft.

von Agentur DPAProfil
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