Angebliche E-Mail mit rassistischen Bemerkungen und Demokratie-verachtenden Thesen
Wirbel um AfD-Kandidatin Weidel

Alice Weidel, Spitzenkandidatin der AfD für die Bundestagswahl. Bild: Michael Kappeler/dpa

Von der AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel soll eine E-Mail mit rassistischen Bemerkungen und Demokratie-verachtenden Thesen aufgetaucht sein. Der "Welt am Sonntag" ("WamS") zufolge wird in der E-Mail von 2013 der Vorwurf erhoben, die Regierenden zerstörten durch eine Überschwemmung mit "kulturfremden Völkern wie Arabern, Sinti und Roma" systematisch die bürgerliche Gesellschaft, um sie als Gegengewicht auszuschalten.


"Diese Schweine sind nichts anderes als Marionetten der Siegermaechte des 2. WK", zitiert das Blatt weiter. AfD-Sprecher Christian Lüth bezeichnete die Mail als "Fälschung". Die Zeitung berichtet hingegen, ihr liege eine eidesstattliche Versicherung des Mail-Empfängers, eines früheren Bekannten Weidels, vor. Der Empfänger der Mailhabe zur Begründung für Weidels Urheberschaft angeführt, dass sich die Mail in der Betreffzeile auf ein Gespräch mit ihm beziehe und wie bei Weidel damals üblich von "Lille" unterzeichnet sei. Nach dpa-Informationen war "Lille" früher ein Spitzname Weidels. Zu der Zeit, aus der die angebliche Mail stamme, soll Weidel laut Zeitung noch nicht AfD-Mitglied gewesen sein. Wie die Staatsanwaltschaft Mühlhausen am Sonntag mitteilte, ermittelt sie gegen den AfD-Spitzenkandidaten Alexander Gauland wegen Volksverhetzung. Anlass sind Gaulands umstrittene Äußerungen über die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD). Gauland selbst wusste bis Sonntagabend nach eigenen Angaben nichts von den Ermittlungen."Das halte ich für völlig verfehlt", sagte er der dpa. Gauland ist auch Fraktionschef der AfD in Brandenburg sowie Vizechef der Bundespartei.
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