Angela Merkel trifft ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko
Ukraine: Profit aus Erdgas

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko haben mangelnde Fortschritte im Friedensprozess für die Ostukraine beklagt und sich für eine UN-Blauhelmmission stark gemacht. Merkel betonte bei einem Treffen am Dienstag in Berlin, dass sie das Projekt "weiter verfolgen" wolle. Poroschenko pochte auf eine Mission im Kampfgebiet. Ein "Begleitkommando für die Beobachter der OSZE" sei nicht ausreichend. Seit vier Jahren bekämpfen sich ukrainische Regierungstruppen und prorussische Separatisten in der Ostukraine. Die Umsetzung der 2015 in Minsk getroffenen Friedensvereinbarung kommt nicht voran. Nun ist ein UN-Blauhelmeinsatz als Ausweg in der Diskussion. Bisher sind nur Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) im Land. Die Kanzlerin zeigte sich enttäuscht von der mangelnden Umsetzung des Abkommens. Es sei festzustellen, dass "leider der Fortschritt sehr überschaubar ist, um es schon zu positiv zu sagen".

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