Anhaltende Angriffe auf Afrin und Ost-Ghuta
Zivilisten fliehen

Damaskus. Wegen der anhaltenden Angriffe auf Afrin und Ost-Ghuta in Syrien sind erneut tausende Menschen aus den heftig umkämpften Gegenden geflohen. Sowohl die türkische Armee und ihre Verbündeten, wie auch die syrische Regierung und Russland setzten am Freitag ihre Angriffe fort. Nach Angaben von Beobachtern und Aktivisten wurden dabei mehr als 100 Zivilisten getötet.

Nachdem am Tag zuvor mehr als 13 000 Zivilisten aus dem Rebellengebiet Ost-Ghuta nahe Damaskus geflohen waren, hätten am Freitagmorgen 2000 Menschen das Gebiet verlassen, teilte das russische Außenministerium mit. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach von 20 000 Menschen, die Ost-Ghuta verlassen hatten. Nach Angaben der Beobachtungsstelle setzte Russland nach der Massenflucht seine Luftangriffe auf Ost-Ghuta fort. Dabei seien am Freitag mindestens 79 Zivilisten getötet worden. Aktivisten aus Ost-Ghuta berichteten der Deutschen Presse-Agentur, dass Kampfjets vier Raketen auf einen Markt abgefeuert hätten.

Auch in der nordsyrischen Stadt Afrin ging die Massenflucht von Zivilisten angesichts heftiger Kämpfe am Freitag weiter. Seit Mitternacht seien mehr als 2500 Zivilisten geflohen, berichtete die Beobachtungsstelle. Damit habe sich die Zahl der Geflohenen in den vergangenen Tagen auf mehr als 35 000 alleine in Afrin erhöht.
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