12.03.2018 - 21:24 Uhr
Deutschland & Welt

Ankara fordert Aufklärung Anschlag auf türkischen Verein

Istanbul/Berlin. Die Serie von Angriffen auf türkische Einrichtungen in Deutschland reißt nicht ab. In der Nacht zum Montag schleuderten Unbekannte im münsterländischen Ahlen mehrere Brandsätze gegen ein Kulturzentrum. Die Polizei schloss einen politischen Hintergrund nicht aus. Die türkische Regierung forderte Aufklärung. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft teilte in einer gemeinsamen Erklärung mit den Polizeibehörden mit, sie fahnde nach dem Brandanschlag auf eine Moschee in Lauffen am Neckar in der vergangenen Woche nach fünf Tätern, bei denen es sich möglicherweise um kurdische Extremisten handeln könne. "Diese Anschläge gefährden unschuldiges Menschenleben und schaden politisch in erster Linie dem Anliegen der Kurden und gefährden das friedliche Zusammenleben in Deutschland", sagte der Bundesvorsitzende der Kurdischen Gemeinde, Ali Ertan Toprak.

Bauzäune verhindern nach einem Anschlag den Zugang zu einer Moschee in Reinickendorf. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

In den vergangenen Tagen hatte es in Deutschland eine Reihe von Brandanschlägen auf türkische Einrichtungen gegeben, bei denen der Hintergrund nicht eindeutig geklärt ist, aber ein Zusammenhang zur türkischen Militäroffensive gegen Kurden in Nordsyrien für möglich gehalten wird. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte, es sei damit zu rechnen, "dass sich die seit dem Wochenende zu beobachtende Eskalation in der kurdischen Community weiter fortsetzt".

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.