08.09.2017 - 22:12 Uhr
Deutschland & Welt

Antisemitismus in Deutschland Judenfeindlichkeit hat zugenommen

Berlin. Die Zahl antisemitischer und antiisraelischer Delikte hat in Deutschland leicht zugenommen. Das geht aus der Antwort des Innenministeriums auf eine schriftliche Frage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Volker Beck hervor. Demnach wurden im ersten Halbjahr 2017 insgesamt 681 derartige Delikte erfasst und damit 27 Taten mehr (plus vier Prozent) als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zu diesen Taten konnten insgesamt 339 Tatverdächtige ermittelt werden, davon waren 312 Deutsche. Als von rechts motiviert stuft das Ministerium die große Mehrheit der antisemitischen Delikte ein (632). Das Ministerium registrierte auch einen leichten Anstieg antiisraelischer Delikte. Demnach wurden im ersten Halbjahr 20 derartige Delikte erfasst, im Vergleichszeitraum 2016 waren es 17. "Und das sind nur die Fälle, bei denen sich die Betroffenen getraut haben, damit zur Polizei zu gehen", erklärte Beck. Der Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses des Bundestages, Michael Brand (CDU), betonte die besondere Verantwortung Deutschlands für die Sicherheit Israels für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland.

von Agentur DPAProfil
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