22.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Auch neue Bodenoffensive in Gaza nicht ausgeschlossen Israel zielt auf die Führung von Hamas

Israels Luftwaffe hat die Angriffe auf Gaza wieder verstärkt, nachdem militante Palästinenser binnen weniger Stunden mehr als 80 Raketen auf Israel abfeuerten. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

Israel bereitet sich auf eine erneute Verschärfung des Gaza-Krieges vor und beruft 10 000 Reservisten ein. Zugleich setzte die Luftwaffe am Donnerstag ihre Angriffe in dem palästinensischen Gebiet am Mittelmeer fort. Dabei starben mindestens 22 Menschen, wie die palästinensische Nachrichtenagentur Maan meldete. Die israelische Armee griff nach eigenen Angaben 41 Ziele im Gazastreifen an. Militante Palästinenser schossen seit Mitternacht mindestens 81 Raketen auf Israel ab. Die Lage der Bevölkerung wurde immer verzweifelter. Ziel der israelischen Luftangriffe wurden nun auch Anführer der radikal-islamischen Hamas.

Am frühen Donnerstagmorgen starben bei einem solchen Angriff in Rafah drei hochrangige Militärchefs der Hamas: Mohammed Abu Schimala, Raed al-Attar und Mohammed Barhum. Der militärische Arm der Hamas, die Kassam-Brigaden, gaben sich kämpferisch: "Die Tötung unserer Führer wird uns nicht schwächen", hieß es in einer Mitteilung.

Die drei Führer hätten ihr Blut für ihr Volk geopfert. Die erneute Mobilisierung wurde als Warnsignal gedeutet, dass eine neue Bodenoffensive Israels bevorstehen könnte. Als Israel zwischen dem 17. Juli und dem 3. August Bodentruppen in den Gazastreifen schickte, waren 82 000 Reservisten einberufen worden.

Der UN-Sicherheitsrat rief die Konfliktparteien im Nahen Osten "dringend" dazu auf, Verhandlungen über eine erneute und "langanhaltende" Waffenruhe aufzunehmen.

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