03.04.2018 - 22:06 Uhr
Deutschland & Welt

Ausbeutung von Arbeitskräften großes EU-Problem Europarat warnt vor moderner Sklaverei

Straßburg. Der Menschenhandel mit dem Ziel, Opfer als billige Arbeitskräfte auszubeuten, breitet sich einem Expertenbericht zufolge in ganz Europa aus. Diese Form der "modernen" Sklaverei habe zuletzt unter anderem in Belgien, Großbritannien und Portugal die sexuelle Ausbeutung als drängendstes Problem abgelöst und sei in allen untersuchten Ländern auf dem Vormarsch, heißt es in einem Bericht der Expertengruppe des Europarates gegen Menschenhandel (Greta), der am Dienstag veröffentlicht wurde.

von Agentur DPAProfil

Männer werden demnach häufiger als billige Arbeiter missbraucht als Frauen. Opfer fänden sich in verschiedenen Branchen: in der Landwirtschaft, im Baugewerbe, in der Gastronomie oder der Fischerei. Die Arbeitskraft von Frauen werde häufig in der Hausarbeit oder der Pflege ausgenutzt, schreibt die Greta-Vorsitzende Siobhán Mullally in dem Bericht. Die Opfer, die oft unter furchtbaren Bedingungen arbeiten müssten, wagten vielfach nicht, sich Hilfe zu suchen, schreibt Mullally.

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