05.04.2018 - 21:46 Uhr
Deutschland & Welt

Außenminister Heiko Maas will Familiennachzug nicht verringern Maas pocht auf vereinbarten Familiennachzug

Amman. Außenminister Heiko Maas hat die Union davor gewarnt, von dem vereinbarten Kompromiss zum Familiennachzug von Flüchtlingen abzurücken. Bei seinem Jordanien-Besuch pochte der SPD-Politiker am Donnerstag mit Blick auf den von Innenminister Horst Seehofer (CSU) vorgelegten Gesetzentwurf darauf, das beschlossene Kontingent von 1000 Flüchtlingen pro Monat auszuschöpfen. "Wir werden keinen Entwürfen zustimmen, von denen wir der Auffassung sind, dass sie in erster Linie gedacht sind, das Kontingent eher zu verringern", sagte der Minister. Zudem werde die SPD keinem Entwurf zustimmen, der für die Bearbeiter von Anträgen in den deutschen Botschaften vor Ort nicht praktikabel sei.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat am Donnerstag die Visastelle in der Deutschen Botschaft in Amman besichtigt. Maas durchlief den Weg der Antragsteller und musste sich am Eingang der Sicherheitskontrolle unterziehen. Bild: Michael Kappeler/dpa
von Agentur DPAProfil

Maas besuchte am Donnerstag in der jordanischen Hauptstadt Amman die Visastelle der Botschaft. Diese hat 2017 mehr als 15 000 Anträge auf Einreise nach Deutschland bearbeitet, viele davon von syrischen Flüchtlingen. "Es nützt nichts im fernen Berlin schöne Gesetze zu schreiben, die vor Ort dann nicht mehr praktizierbar sind." Darauf werde man den vorliegenden Gesetzentwurf prüfen.

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