Bayern legt Hürden für jobsuchende Flüchtlinge höher

München. Die bayerische Staatsregierung erhöht die Hürden für jobsuchende Flüchtlinge. Nach einem Innenminister-Rundschreiben an die bayerischen Ausländerämter vom 19. Dezember sollen Asylbewerber nur noch dann eine Arbeitserlaubnis erhalten, wenn sie mit hoher Wahrscheinlichkeit in Deutschland bleiben dürfen. Das sei derzeit bei Menschen aus Eritrea, Irakern, Iranern, Somaliern und Syrern der Fall, erläuterte ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums am Montag in München.

Das Innenministerium rät den Ausländerämtern, sich bei der Frage der Bleibewahrscheinlichkeit an den Schutzquoten der jeweiligen Nationalitäten zu orientieren. Je geringer die monatlich vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ermittelte Schutzquote sei, desto stärker sollte sie bei der Entscheidung über die Erteilung einer Arbeitserlaubnis eine Rolle spielen, erläuterte der Sprecher. Bisher war in Bayern vor allem Asylbewerbern aus sicheren Herkunftsstaaten wie Albanien, Ghana und dem Senegal eine Arbeitserlaubnis versagt worden.
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