18.02.2018 - 15:38 Uhr
Deutschland & Welt

Bedarf an Arbeitskräften sorgt für Zuwachs Pendlerströme nach Bayern wachsen

Nürnberg. Immer mehr Menschen pendeln nach Bayern. Die Zahl der Arbeitnehmer, die einen regulären Job im Freistaat haben, aber woanders leben, erhöhte sich im vergangenen Jahr um mehr als 23 000 auf rund 377 000, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Damit wohnten etwa sieben Prozent der knapp 5,5 Millionen in Bayern sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in einem anderen Bundesland oder im Ausland. Das waren 6,6 Prozent mehr als 2016.

von Agentur DPAProfil

"Diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit der guten Arbeitsmarktlage im Freistaat", sagte Regionaldirektions-Chef Ralf Holtzwart. "Die Unternehmen in Bayern haben einen enormen Bedarf an Arbeitskräften und profitieren von Menschen, die bereit sind, zum Arbeiten nach Bayern zu kommen." Die Einpendler kamen vor allem aus Baden-Württemberg (101 844), Nordrhein-Westfalen (46 343) und Hessen (43 570).

Nach München, Nürnberg und Regensburg pendelten nach wie vor die meisten Menschen im Freistaat. Fast 383 000 Menschen arbeiteten in der Landeshauptstadt, lebten aber nicht dort. Die Mehrheit fuhr jedoch aus den benachbarten Landkreisen und Städten zu ihrem Arbeitsort nach München. Nach Nürnberg pendelten knapp 162 000 Menschen zur Arbeit, in Regensburg waren es rund 78 000 Arbeitnehmer.

Auch die Zahl der Menschen mit regulärem Job, die in Bayern lebten, aber in anderen Bundesländern arbeiteten, ist im vergangenen Jahr gestiegen - um fast 10 000 auf knapp 285 000. Vorwiegend fuhren sie zur Arbeit nach Baden-Württemberg (113 858), Hessen (62 528) und Nordrhein-Westfalen (41 585).

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