Besuch im Baltikum
Steinmeier sichert Beistand zu

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (rechts) und seine Frau Elke Büdenbender kommen auf dem Flughafen in Riga (Lettland) an und werden von Arnis Salnajs (links), Leiter der Präsidialkanzlei, begrüßt. Bundespräsident Steinmeier und seine Frau sind zu offiziellen Besuchen im Baltikum. Bild: Bernd von Jutrczenka/dpa

Tallinn. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei seinem Besuch in Estland den baltischen Staaten Beistand im Konflikt mit Russland zugesichert. In der Hauptstadt Tallinn verurteilte er zudem am Mittwoch die völkerrechtswidrige Annexion der Krim wie verdeckte Einmischungen und gezielte Desinformation durch Moskau. Lettlands Außenminister Edgars Rinkevics sieht Steinmeiers Besuch als "klares und eindeutiges Signal", dass Deutschland an einer Kooperation mit Lettland, Estland und Litauen interessiert sei, sagte Rinkevics der Tageszeitung "Diena" am Mittwoch.

"Meiner Meinung nach wird dieser Besuch einen neuen Wendepunkt in den transatlantischen Beziehungen wie auch in Bezug auf die sich verändernde Rolle der USA in Osteuropa bringen", sagte der lettische Politologe Karlis Dauksts. Zum Jahrestag des Hitler-Stalin-Pakts am 23. August 1939 warnte Steinmeier vor der Rückkehr zu einer "zynischen Politik der Einflusszonen und von Großmächten, die sich Staaten und Völker untertan machen wie Figuren auf dem Schachbrett."
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