03.03.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Betroffenheit über Otto Hartmanns Tod "Der umsichtigste Pilot, den ich gekannt habe"

Ein Bild aus den Anfangstagen in Weiden. 2011 hatte Otto Hartmann die DRF-Luftrettungsstation Weiden aufgebaut und geleitet. Mit dabei: Leitender Rettungsassistent Dominic Fischer (links) und Leitender Notarzt Dr. Jürgen Altmeppen (rechts). Archivbild: Harald Mohr
von Redaktion OnetzProfil

Weiden/Warnemünde. (esc) Der Absturz eines Rettungshubschraubers an der Ostsee hat auch in Weiden Entsetzen ausgelöst. Einer der Toten ist der 53-jährige Otto Hartmann, der von 2011 bis 2013 die Luftrettungsstation der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) in Weiden aufgebaut und geleitet hatte.

Tief betroffen zeigen sich die Mitarbeiter der Einrichtungen, die mit Hartmann während seines Aufenthalts in Weiden zusammengearbeitet haben. Herbert Putzer, Leiter der Integrierten Leitstelle (ILS), beschreibt den Piloten als "zuverlässig, akkurat, offen". Er sei er auf jeden eingegangen, "war der umsichtigste Pilot, den ich gekannt habe". Hartmann, erster Stationsleiter, "hat den ersten Flug bei uns gemacht". Sehr freundlich sei er gewesen, sagt Putzer, bei den Leuten überaus beliebt.

Beim Frühstück habe er von dem Unglück gelesen, erzählt der ILS-Chef. "Ich habe mir zwar gedacht: Ist da nicht der Otto oben?" Dennoch hat er nicht gleich das Schlimmste angenommen. Zehn Minuten später aber dann die Gewissheit: Der jetzige Stationsleiter der DRF in Weiden habe ihm Bescheid gegeben, erzählt Putzer weiter. "Ich bin sehr erschrocken und tief getroffen."

Zwar habe er Otto Hartmann nur flüchtig gekannt, dennoch "ist das schon erschreckend", sagt Peter Lischker, Leiter des Rettungsdienstes beim BRK-Verband Weiden-Neustadt. Viele Rot-Kreuz-Mitarbeiter hätten den Piloten gekannt. "Es herrscht tiefe Betroffenheit." Die DRF hat die BRK-Mitarbeiter direkt über den Hubschrauberabsturz unterrichtet. Lischker über Hartmann: "Er war ein freundlicher und angenehmer Ansprechpartner der DRF." Andere ehemalige Kollegen von der DRF in Weiden und des Klinikums wollten sich zu dem tragischen Unfall nicht öffentlich äußern - aus Mitgefühl mit den Hinterbliebenen.

Der Hubschrauber war am 28. Februar vor der Küste von Mecklenburg-Vorpommern in die Ostsee gestürzt. Bei der Maschine handelte es sich nach Informationen der Leitstelle um einen Offshore-Versorgungshubschrauber. Drei Menschen kamen dabei ums Leben. Hartmann galt mit fast 7000 Flugstunden als routinierter Pilot. Die Ursachen des Absturzes während einer Routineübung sind immer noch unklar. Im Online-Kondolenzbuch der DRF haben bereits viele ihre Anteilnahme bekundet.

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