Brics-Staaten sprechen sich für freien Handel aus
Front gegen Protektionismus

Xiamen. Die Brics-Staaten haben sich entschieden gegen Protektionismus ausgesprochen. Auf dem Gipfel von Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika im chinesischen Xiamen unterstrichen die Staats- und Regierungschefs der fünf Staaten am Montag die Notwendigkeit des freien Handels. "Wir unterstreichen die Bedeutung einer offenen und inklusiven Weltwirtschaft, die alle Länder und Völker in die Lage versetzt, von den Vorteilen der Globalisierung zu profitieren."

Vor dem Hintergrund protektionistischer Tendenzen in den USA durch Präsident Donald Trumps "America-First"-Politik spielte die Bedrohung des freien Handels eine große Rolle. China profiliert sich auf der internationalen Bühne gerne als Vorkämpfer für freie Märkte, steht aber selber zunehmend in der Kritik, Handelshemmnisse aufzubauen und ausländischen Unternehmen nicht genug Marktzugang zu gewähren.

Die Gruppe trägt zu einem Viertel zur globalen Wirtschaftsleistung bei und repräsentiert 42 Prozent der Weltbevölkerung. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping rief die Brics-Staaten dazu auf, eine aktivere Rolle in der Welt zu spielen. An dem Gipfel nehmen neben Russlands Präsident Wladimir Putin auch Indiens Ministerpräsident Narendra Modi sowie die Präsidenten Brasiliens und Südafrikas, Michel Temer und Jacob Zuma, teil.

In der gemeinsamen Erklärung einigten sie sich auf eine engere Kooperation, um der Stimme der Brics in internationalen Foren mehr Gewicht zu geben. Die fünfköpfige Runde wurde bei einem Staatsbankett erweitert, indem im Rahmen des "Brics-Plus"-Prozesses die Staats- und Regierungschefs Ägyptens, Mexikos, Thailands, Tadschikistans und Guineas eingeladen wurden. China strebt eine formelle Ausweitung der Gruppe an, was aber unter den anderen Mitgliedern auf Widerstand stößt.
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