09.03.2018 - 21:06 Uhr
Deutschland & Welt

Britische Polizei will Unterstützung nach Giftattacke Militär angefordert

Salisbury/London/Addis Abeba. Die Ermittler im Fall des in England vergifteten russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal haben die Unterstützung des britischen Militärs angefordert. Das teilte Scotland Yard am Freitag mit. Die Soldaten sollen mehrere Fahrzeuge und andere Gegenstände aus dem Bereich im Stadtzentrum der englischen Kleinstadt Salisbury entfernen, wo am Wochenende Skripal und seine Tochter Yulia aufgefunden wurden. Die Behörden suchen dort nach Hinweisen auf die Täter und Spuren des Nervengifts, mit dem die beiden attackiert wurden. Das Militär habe "die Expertise und Ausrüstung", um mit Unvorhersehbarkeiten umzugehen, hieß es in der Mitteilung. Von einer Gesundheitsgefahr für die Öffentlichkeit werde aber weiterhin nicht ausgegangen.

von Agentur DPAProfil

Unterdessen hat die britische Polizei die Ermittlungen im Fall der Nervengiftattacke auf den früheren russischen Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter ausgeweitet. Medienberichten zufolge nahmen Ermittler am Freitag das Haus Skripals im südenglischen Salisbury in den Fokus. Medien spekulierten, das könne ein Hinweis darauf sein, dass Skripal bereits in seinem Haus in Kontakt mit dem Nervengift gekommen sein könnte. Noch ist unklar wie und wann dem Ex-Spion und seiner Tochter das Gift verabreicht wurde. Bislang hatten sich die Ermittlungen auf mehrere Lokale und einen Park im Stadtzentrum konzentriert.

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