21.06.2017 - 19:14 Uhr
Deutschland & Welt

Brüssel: Verdächtiger hatte Koffer mit Nägeln dabei Anschlag verhindert

Brüssel. Brüssel ist offensichtlich nur knapp einem schweren Terroranschlag im Zentralbahnhof entgangen. Der am Dienstagabend von Sicherheitskräften erschossene Mann habe in einer Gruppe von Reisenden einen mit Nägeln und Gasflaschen gefüllten Koffer zur Explosion bringen wollen, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Es handele sich um einen 36 Jahre alten Marokkaner aus der Brüsseler Gemeinde Molenbeek. Sie ist als Hochburg von Islamisten bekannt. Der Mann soll nach ersten Hinweisen mit der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) sympathisiert haben.

von Agentur DPAProfil

Der Tatverdächtige war am Dienstagabend im Zentralbahnhof von Sicherheitskräften getötet worden, nachdem er "Allahu akbar" (Gott ist groß) geschrien hatte. Zuvor hatte der Mann nach Angaben der Ermittler gegen 20.45 Uhr versucht, seinen Koffer in die Luft zu sprengen.

Laut Staatsanwaltschaft gab es zunächst eine kleine, dann eine etwas größere Explosion. Verletzt wurde niemand. Doch sagte Behördensprecher Eric Van der Sijpt: "Es war klar, dass er mehr Schaden anrichten wollte, als er es tat." Die Ermittler werteten die Tat als versuchten terroristischen Mord. Ermittler veranlassten noch in der Nacht Razzien im Haus des Attentäters. Ob etwas Verdächtiges gefunden wurde, teilten die Ermittler zunächst nicht mit.

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