29.11.2017 - 21:50 Uhr
Deutschland & Welt

Brüssel will mehr Flexibilität bei Agrarförderungen geben: Gegen Bauernpleiten

Brüssel. Vor dem Hintergrund zahlreicher Bauernpleiten in den vergangenen Jahren tastet sich die EU-Kommission an eine Reform der EU-Agrarförderung heran. Die EU-Staaten sollen bei der Verteilung der milliardenschweren Zuwendungen künftig mehr eigenen Spielraum haben, wie EU-Agrarkommissar Phil Hogan am Mittwoch sagte.

von Agentur DPAProfil

Gemeinsame Ziele der Landwirtschaftspolitik sollten weiterhin auf europäischer Ebene definiert werden, etwa zur Ressourceneffizienz und zum Umweltschutz. Die Staaten sollten jedoch mehr Entscheidungsfreiraum haben, wie und wo sie EU-Gelder einsetzen wollen. Die Agrarförderung stellt derzeit den größten Anteil im EU-Haushalt. Rund 58 Milliarden Euro - rund 40 Prozent des Budgets - fließen pro Jahr in die Landwirtschaft. Das Geld ist dabei in Direktzahlungen, die vor allem von der bewirtschafteten Fläche abhängen, sowie in Zuwendungen zur Entwicklung des ländlichen Raums aufgeteilt. Angesichts von starken Preisschwankungen in den vergangenen Jahren etwa bei Milchprodukten waren trotz der Fördergelder allerdings zahlreiche Landwirtschaftsbetriebe in Europa Pleite gegangen. Im März hatte die EU-Kommission eine öffentliche Ideensammlung zur künftigen Gestaltung der europäischen Agrarpolitik gestartet. Ein detaillierter Gesetzesvorschlag soll im Jahr 2018 folgen.

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