01.03.2018 - 21:28 Uhr
Deutschland & Welt

Bürgerkrieg in Syrien Rot-Kreuz-Konvoi erreicht Stadt Afrin

Damaskus. Erstmals seit Beginn der türkischen Militäroffensive im Nordwesten Syriens hat eine große Hilfslieferung die kurdisch kontrollierte Region Afrin erreicht. Der Konvoi des Komitees des Internationalen Roten Kreuzes (ICRC) mit 29 Lastwagen und 430 Tonnen Nahrung, medizinischen Hilfsgütern und Wasseraufbereitungsanlagen traf am Donnerstag in dem Gebiet ein. Das teilte das ICRC mit. Der ICRC-Konvoi fuhr in Afrin ein, während die türkische Artillerie ein Gebiet in der Nähe beschoss. Die Fahrzeuge wurden jedoch nicht getroffen. Die Türkei setzt trotz einer am Wochenende vom UN-Sicherheitsrat geforderten Waffenruhe für ganz Syrien ihre Offensive gegen die kurdischen Kämpfer in Nordsyrien fort. Die Militär-Operation, die seit Ende Januar läuft, richtet sich gegen die Miliz YPG, in der Ankara den syrischen Arm der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK sieht.

von Agentur DPAProfil

In Ost-Ghuta war am Donnerstag, den dritten Tag in Folge eine fünfstündige Waffenruhe in Kraft getreten. Während der Feuerpause gab es nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte vereinzelten Beschuss der syrischen Armee. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass berichtete von Beschuss der Regierungstruppen durch Rebellen. Opfer gab es den Angaben zufolge während der Waffenruhe keine - vor ihrem Beginn seien allerdings neun Zivilisten durch Artilleriefeuer der Regierungstruppen getötet worden.

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