14.03.2018 - 18:08 Uhr
Deutschland & Welt

Bundesbehörde bewertet Münchener Amoklauf Extremistische Tat

München. Das Bundesamt für Justiz (BfJ) hat den Amoklauf am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München im Juli 2016 als extremistische Tat eingestuft. Den Hinterbliebene und Verletzten stehe damit eine "Härteleistung für Opfer extremistischer Übergriffe" zu, berichtete am Mittwoch die Behörde in Bonn. Sie gehört zum Bundesjustizministerium und fungiert als eine Art Justizdienstleister. Die Bewertung erfolgte unter anderem auf Grundlage von Gutachten, die die Stadt München in Auftrag gegebenen hatte. Die Angehörigen wurden laut Mitteilung in der vergangenen Woche über ihre Ansprüche informiert. Seit Monaten läuft eine Diskussion darüber, ob es sich bei der Bluttat um einen politisch motivierten Anschlag handelt. Die meisten der neun Todesopfer hatten einen Migrationshintergrund. Während der Debatte blieb die Staatsanwaltschaft bei der Ansicht, dass der 18-jährige Amokschütze unter psychischen Problemen litt und aus Rache wegen Mobbing handelte. Er hatte sich nach dem Amoklauf erschossen. Das bayerische Innenministerium wies darauf hin, dass die bisherige Bewertung der Tat nicht auf politischer, sondern polizeilicher Ebene getroffen wurde. Derzeit werde die Motivlage des Täters neu bewertet.

von Agentur DPAProfil

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