22.04.2018 - 22:36 Uhr
Deutschland & Welt

Bundesregierung will bis zu 10 000 Rückkehrer in den Irak unterstützen Müller: Nicht als "Loser" in die Heimat

Bagdad/Erbil. Mit Jobs und Ausbildungsplätzen vor Ort will die Bundesregierung Tausende irakische Flüchtlinge in ihre alte Heimat zurücklocken. Entwicklungsminister Gerd Müller vereinbarte am Sonntag in Bagdad mit der irakischen Regierung eine verstärkte Zusammenarbeit bei der Rückkehr von Flüchtlingen. Er eröffnete im kurdischen Erbil ein Migrations-Beratungszentrum.

Ein Personenschützer hilft Minister Gerd Müller beim Anlegen einer Schutzweste. Bild: Kay Nietfeld/dpa
von Agentur DPAProfil

Niemand solle als "Loser" in seine Heimat zurückkehren müssen, betonte der CSU-Politiker. Deshalb schaffe man mit den irakischen Behörden und der Wirtschaft Ausbildungs- und Beschäftigungsangebote vor Ort. Bis zu 10 000 Iraker sollen mit dem Projekt unterstützt werden, wieder in ihrer Heimat Fuß zu fassen. Dabei setze man auf Freiwilligkeit.

In der kurdischen Provinzhauptstadt Erbil eröffnete der CSU-Politiker das erste deutsche Rückkehrerzentrum im Nahen Osten. Solche Zentren gibt es bereits in Albanien, im Kosovo, in Serbien, Tunesien, Marokko, Ghana und im Senegal. Auch in Afghanistan und Nigeria sind solche Einrichtungen in Planung. Von den 240 000 Irakern in Deutschland sind nach Angaben des Entwicklungsministeriums knapp 12 000 ausreisepflichtig.

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