09.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Der scheinbar unaufhaltsame Vormarsch der IS

von Redaktion OnetzProfil

Januar 2014: IS-Rebellen besetzen die Stadt Falludscha in der Provinz Anbar.

21. März: IS liefert sich in der Provinz Dijala Kämpfe mit der Armee.

10. Juni: IS-Kämpfer nehmen Mossul ein. Im türkischen Konsulat werden fast 50 Geiseln genommen. Dazu kommen über 30 entführte türkische Lastwagenfahrer. Rund 500 000 Einwohner der Millionenstadt fliehen.

11. Juni: IS kontrolliert weite Teile des Iraks. Dazu gehören Ninive, Anbar und Salaheddin mit den wichtigen Städten Baidschi und Tikrit.

12. Juni: IS rückt weiter Richtung Bagdad vor. Regierungschef Nuri al-Maliki scheitert im Parlament mit dem Versuch, den Notstand ausrufen zu lassen.

13. Juni: US-Präsident Barack Obama schließt ein Eingreifen von US-Bodentruppen aus, Washington bereite "andere Optionen" vor.

20. Juni: Zweieinhalb Jahre nach Ende des Irak-Kriegs bereiten sich die USA auf Militärschläge im Land vor. Luftangriffe gegen IS-Rebellen sind nicht mehr ausgeschlossen.

24. Juni: Angesichts des IS-Vormarsches wollen Schiiten, Sunniten und Kurden im Irak rasch eine gemeinsame Regierung bilden. Premier Nuri al-Maliki lehnt diese ab.

30. Juni: Nach ihrem Vormarsch in Syrien und im Irak ruft IS ein grenzübergreifendes Kalifat aus, Kalif wird ihr Anführer Abu Bakr al-Bagdadi. Die USA schicken 200 weitere Soldaten nach Bagdad.

18. Juli: Die Vereinten Nationen werfen IS, aber auch der irakischen Armee schwere Menschenrechtsverletzungen vor. Laut einem Bericht der UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay wurden 2014 fast 5600 Zivilisten getötet. Rund 1,2 Millionen Menschen seien auf der Flucht.

24. Juli: Nach wochenlangem Machtvakuum wählt das Parlament in Bagdad den Kurden Fuad Massumein zum Präsidenten. Einen neuen Regierungschef gibt es nicht, Doch Al-Maliki besteht auf einer weiteren Amtszeit.

25. Juli: Nach Terror gegen Christen und Schiiten geht IS nun auch gegen andere sunnitische Kämpfer vor. In Ninive zerstört die Miliz weitere wichtige Kulturstätten und Heiligtümer.

3. August: Die Terrorgruppe vertreibt kurdische Kämpfer aus großen Gebieten nahe Mossul. Beim Überfall auf das Hauptsiedlungsgebiet der kurdischen Minderheit der Jesiden werden viele von ihnen getötet. Der Vormarsch löst eine panische Massenflucht aus.

7. August: IS erobert weitere christliche Ortschaften im Nordirak. Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht. In Bagdad dauert der Streit um das Amt des Regierungschefs an. Der UN-Sicherheitsrat verurteilt das brutale Vorgehen der IS scharf. (dpa)

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