Der südkoreanische Präsident warnt
Nordkorea nähert sich «roter Linie»

Seoul/Peking. Angesichts des Konflikts um das Atomprogramm Nordkoreas hat der südkoreanische Präsident Moon Jae In den Nachbarn vor dem Überschreiten einer "roten Linie" gewarnt. Dennoch äußerte sich Moon am Donnerstag in Seoul "zuversichtlich, dass es keinen neuen Krieg auf der koreanischen Halbinsel geben wird". Falls Nordkorea die Entwicklung von Interkontinentalraketen vervollständigen und diese mit Atomsprengköpfen einsatzbereit machen sollte, würde er das als Grenzüberschreitung ansehen, so Moon. "Nordkorea nähert sich der roten Linie." Die USA würden jedoch keine militärischen Schritte gegen Nordkorea unternehmen, ohne dies mit Südkorea abzusprechen.

US-Generalstabschef Joseph Dunford bekräftigte hingegen bei einem Besuch in Peking die Option eines Militäreinsatzes gegen Nordkorea. "Es gibt keinen Zweifel, dass es absolut entsetzlich wäre, wenn es zu einer militärischen Lösung des Problems käme." Es dürfe aber nicht zugelassen werden, dass Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un Atomwaffen besitze. Dunford verwies auf die Anweisung von US-Präsident Donald Trump an die Streitkräfte, machbare militärische Optionen zu erarbeiten.
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