19.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Die Welt Pressestimmen

von Redaktion OnetzProfil

Die Zeitung aus Berlin schreibt über den Fall Julian Assange:

Julian Assange will sein Londoner Botschaftsasyl verlassen, was bedeutet, dass er sich dem Zugriff westlicher Autoritäten stellen wird. Wie immer die Sache ausgeht, besteht jetzt die Chance, dass in dieser Causa nun mit angemessener Würde und der Ernsthaftigkeit seiner Sache entsprechender Transparenz verfahren wird. Dass dazu nun die Chance besteht, ist nicht nur Assange selbst zu wünschen, sondern der gesamten freien Welt. Denn wenn sich eine rechtsstaatliche Ordnung auf Dauer außerstande sähe, mit einem unbequemen, aber verdienten Aufklärer in saubere Formalien zu kommen, stellen sich Fragen - und das nicht nur für Assange, sondern auch für die rechtsstaatliche Ordnung. Zumal der Fall Assange so etwas wie ein Präjudiz auch für die Causa Snowden sein könnte.

Handelsblatt

Die Düsseldorfer Zeitung kommentiert die Unruhen nach den Todesschüssen auf einen Jugendlichen in den USA:

Die Wirtschaftskrise traf die schwarze Mittelschicht härter als andere Bevölkerungsschichten. So liegt die Arbeitslosigkeit bei Schwarzen mit 11,4 Prozent fast doppelt so hoch wie der Landesdurchschnitt. Das Problem liegt in der Struktur. Die schwarze Mittelschicht ist vor allem am unteren Ende der Einkommensskala angesiedelt. Die Finanzkrise machte allen Amerikanern stark zu schaffen, die von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck leben und über wenig Vermögen verfügen. ... Der amerikanische Traum ist nicht nur Afroamerikanern, sondern vielen Amerikaner verloren gegangen. Kommt dazu ein unverhältnismäßig brutales Vorgehen der Polizei wie in Missouri, so können Unruhen nicht überraschen.

Frankfurter Rundschau

Das Blatt meint zur Spionage des BND in der Türkei:

Im Fall Türkei handelt es sich nicht nur um einen Nato-Verbündeten, sondern eben auch um einen Staat, der nach innen in autoritäre Regierungsformen und nach außen in irrationale Winkelzüge abzugleiten droht - siehe die lange Zeit laxe Haltung gegenüber den Terroristen vom "Islamischen Staat" oder den antiisraelischen Schwenk in Nahost. Es ist nachvollziehbar, dass Deutschland über diesen Nachbarn des Irak und Syriens einiges wissen will. Das ist etwas ganz anderes als transatlantische Massenausspähungen, wie die NSA sie ohne Rücksicht auf Bürgerrechte betreibt.

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