10.10.2017 - 22:34 Uhr
Deutschland & Welt

Digitale Akte AOK will digitales Netz für Versicherte ausbauen

Berlin. Nachdem die Digitalisierung im Gesundheitswesen insgesamt nicht richtig vorankommt, wollen die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOKen) ihr eigenes Netzwerk ausbauen. Der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, stellte am Dienstag in Berlin ein entsprechendes Pilotprojekt vor. "Das AOK-Gesundheitsnetzwerk besteht im Kern aus einer digitalen Akte. Diese solle die verschiedenen Leistungserbringer über die ambulanten und stationären Sektorengrenzen hinweg miteinander vernetzen", erläuterte Litsch.

von Agentur DPAProfil

Dabei behielten die 26 Millionen AOK-Versicherten die Hoheit über ihre Daten. Das heißt, sie können ihre Gesundheitsinformationen, die von Ärzten und Kliniken bereitgestellt werden, einsehen und anderen Leistungserbringern zur Verfügung stellen. Außerdem bestehe die Möglichkeit, selbst erhobene Daten wie Messwerte von sogenannten Wearables, die regelmäßig Bewegung, Blutdruck oder Puls messen, in dem Gesundheitsnetzwerk zu speichern. Litsch verwies auf eine aktuelle Umfrage, nach der eine digitale Gesundheitsakte bei gesetzlich Krankenversicherten eine große Akzeptanz finde. Danach halten es 82 Prozent der Befragten für sinnvoll, dass medizinische Daten in einer digitalen Gesundheitsakte gespeichert werden, so dass Ärzte in der Praxis und im Krankenhaus diese abrufen können.

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